Initiative übergibt gut 1000 Unterschriften
Mehr Sicherheit am Zabel-Krüger-Damm

Katrin Schultze-Berndt (rechts) zusammen mit Matthias Eigenbrodt, Verena Schwachmeyer und Tobias Büchner von der Initiative Zabel-Krüger-Damm.
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  • Katrin Schultze-Berndt (rechts) zusammen mit Matthias Eigenbrodt, Verena Schwachmeyer und Tobias Büchner von der Initiative Zabel-Krüger-Damm.
  • Foto: Initiative Zabel-Krüger-Damm
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Die Forderungen der Initiative Zabel-Krüger-Damm umfassen vor allem sechs Punkte. Ein durchgehender Tempo 30-Bereich gehört ebenso dazu, wie Radspuren, mehr Fußgängerampeln, beziehungsweise Zebrastreifen. Außerdem regelmäßige Kontrollen, ein Durchfahrtsverbot für LKW und last but not least zusammengefasst ein „zukunftsweisendes Verkehrskonzept“.

Das alles unterfüttern die Vertreter mit 1019 Unterschriften. Die wurden am 7. September an Baustadträtin Katrin Schultze-Berndt (CDU) übergeben. Auch bei diesem Treffen wurde herausgestellt: Es müsse jetzt endlich etwas passieren.

Verkehrsprobleme gibt es in Reinickendorf an vielen Stellen. Und häufig sind es Bürgerinitiativen, die darauf hinweisen – mal mit mehr, mal mit weniger Anklang. Die am Zabel-Krüger-Damm scheint von einiger Unterstützung getragen zu sein. Was zum einen an ihrem ziemlich professionellen Auftreten liegen könnte. Noch mehr aber wahrscheinlich wegen einer großen Zahl an Betroffenen und zahlreicher Argumente.

Ein Fußgängerüberweg
auf 2,4 Kilometern Strecke

Es geht um einen insgesamt 2,4 Kilometer langen Abschnitt, auf dem sich lediglich zwei Ampeln und ein Fußgängerüberweg befinden, wird unter anderem beklagt. Außerdem nur 300 Meter Radweg. Stattdessen gibt es dort stetig zunehmenden Auto- und vor allem LKW-Verkehr. Was dazu führe, dass sich morgens und am Nachmittag die Fahrzeuge stauten. Vor allem an den Wochenenden seien dagegen viele Raser unterwegs. Beides sorge für Lärm, Abgase, Gefahren. 2018 habe es 14 Unfälle auf dieser Straße gegeben. Im vergangenen Jahr seien es elf gewesen.

Wie es dort künftig aussehen und zugehen sollte, dazu hat die Initiative klare Vorstellungen. Es müsse eine durchgehende Fahrradverbindung in beiden Richtungen geben. Entweder als Radfahrstreifen, alternativ ein Schutzstreifen. Platz wäre vorhanden, wenn dafür die Parkplätze am Straßenrand wegfallen. Es sei nach ihrer Ansicht ohnehin nicht einzusehen, warum die Autos gebührenfrei im öffentlichen Raum abgestellt werden könnten. Außerdem stellten sie ein weiteres Sicherheitsrisiko dar. Etwa durch eingeschränkte Sicht für Fußgänger und Radfahrer an den Kreuzungen. Um besseren Schutz geht es auch bei der Tempo 30-Forderung. Deren Einhalten müsse dann auch kontrolliert werden. Und das nicht unbedingt am frühen Morgen, wenn wegen Stau diese Höchstgeschwindigkeit kaum erreicht werde.

Stadträtin sieht zu wenig Platz für Radweg

Das und noch mehr wäre ohne massive Investitionen machbar, werde aber vom Bezirksamt abgelehnt oder mit Hinweis auf manche Schwierigkeiten nicht angegangen, kritisieren die Aktivisten. So wäre nach dessen Ansicht die Straße zu schmal für einen Radweg, was die Initiative wiederum in Abrede stellt. Der Radstreifen müsse mindestens zwei Meter breit sein, dazu ein Schutzstreifen von 50 Zentimetern, bekräftigte Katrin Schultze-Berndt (CDU). Dafür sei die Straße aber zu schmal. Ihre Alternative heißt hier eine Fahrradverbindung über die Benekendorffstraße. Außerdem kündigte die Stadträtin Lärmmessungen an. Und zwar in Zeiten, zu denen aussagekräftige Ergebnisse zu erwarten seien. Die wären dann möglicherweise auch eine Grundlage für ein Tempo 30-Ausweisen. Außerdem soll es verstärkte Polizeikontrollen – Stichwort Raser – geben. Für Fuß vom Gas soll auch das Aufstellen eines Dialog-Displays sorgen. Und an der Titiseestraße sei eine Gehwegvorstreckung vorgesehen.

Für die Initiative ist das alles nicht ausreichend. Ebenso wenig, wie der Verweis auf unterschiedliche Verantwortung und Zuständigkeiten. Das könne sie zwar nachvollziehen, sei aber nun einmal nicht zu ändern, sagt Katrin Schultze-Berndt. Und insgesamt halte sie auch wenig davon, unterschiedliche Verkehrsteilnehmer gegeneinander auszuspielen. Wichtiger sei, wie es gelinge möglichst allen einigermaßen gerecht zu werden.

Katrin Schultze-Berndt (rechts) zusammen mit Matthias Eigenbrodt, Verena Schwachmeyer und Tobias Büchner von der Initiative Zabel-Krüger-Damm.
Übergabe der Unterschriften.
Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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