Senat und Bezirk ringen um Verkehrslösung und bleiben sich uneins

Der CDU-Kreisvorsitzende und Abgeordnete  Mario Czaja, Verkehrsstaatssekretär Jens-Holger Kirchner (B’90/Grüne) und Verkehrsstadtrat Johannes Martin (CDU) stellten den Anwohnern den bisherigen Diskussionsstand zur Verkehrslösung in Mahlsdorf vor.
  • Der CDU-Kreisvorsitzende und Abgeordnete Mario Czaja, Verkehrsstaatssekretär Jens-Holger Kirchner (B’90/Grüne) und Verkehrsstadtrat Johannes Martin (CDU) stellten den Anwohnern den bisherigen Diskussionsstand zur Verkehrslösung in Mahlsdorf vor.
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Seit Jahren soll das Ortsteilzentrum Mahlsdorf vom Verkehr entlastet werden. Genauso lang reden Bezirk und Senat über mögliche Lösungen. In aller Regel aber nicht miteinander. Seit Kurzem gehen die Beteiligten wieder aufeinander zu und an die Öffentlichkeit.

Zuletzt hatte ein Konzeptpapier des Vereins „Bürger für Mahlsdorf“ und ein Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung mit Forderungen nach mehr Öffentlichkeit den Druck auf den Bezirk und den Senat erhöht. Am 29. Januar fand in der Aula der Friedrich-Schiller-Grundschule eine Anwohnerversammlung statt, an der auch Verkehrsstaatssekretär Jens-Holger Kirchner (B’90/Grüne) teilnahm. „Die Verkehrslösung für das Mahlsdorfer Ortsteilzentrum ist Teil der Koalitionsvereinbarungen. Derzeit wir sind noch im Stadium der Vorplanungen.“

Dabei gibt es eine vom Senat bevorzugte Lösung. Danach soll der Hultschiner Damm ungefähr auf Höhe des Gutshauses Mahlsdorf verschwenkt werden und gegenüber der Straße An der Schule in die B1/B5 münden. Der Autoverkehr würde weiter über die Pestalozzistraße und erst dann wieder auf die Hönower Straße geführt. Bei der alternativen Variante würde statt des Autoverkehrs die Straßenbahn durch die Straße An der Schule und weiter über eine neue Straßenbahntrasse zum Hultschiner Damm auf Höhe des Gutshauses geführt. Der Autoverkehr würde weiter durch die Hönower Straße fließen. Diesen Vorschlag unterstützen unter anderem die Abgeordneten Iris Spranger (SPD) und Stefan Ziller (B’90/Grüne).

Laut Kirchner hat diese Variante viele Nachteile. Die Verlegung der Straßenbahn in die Straße an der Schule würde den Autoverkehr zu nahe an den Häusern vorbeiführen, die Straßenbahn müsse zu enge Kurven fahren und es bliebe nicht genug Platz für Fahrradspuren. Daher würde die Senatsverwaltung die Planung der ersten Variante vorantreiben.

Dagegen gab es auf der Veranstaltung massive Einwände. Der CDU-Kreisvorsitzende und Abgeordnete Mario Czaja und ein Großteil des Publikums hielten Kirchner entgegen, dass bei der ersten Variante sich der Autoverkehr   am S-Bahnhof Mahlsdorf ballen würde und mehr Staus die Folge wären. Autofahrer würden zudem vermehrt in die Siedlungsstraßen ausweichen. „Außerdem wird an der Straße An der Schule die neue Mahlsdorfer Oberschule gebaut. Das ändert die Lage noch einmal komplett“, erklärte Czaja. Wie Verkehrsstadtrat Johannes Martin (CDU) sieht er in einer weiträumigen Umfahrung die einzig sinnvolle Lösung. Dazu verhandelt das Bezirksamt mit der Gemeinde Hoppegarten über eine Entlastungsstraße. Sie könnte über die B1/B5 zum S-Bahnhof Birkenstein führen. Verkehrsstadtrat Johannes Martin (CDU): „Ich gehe davon aus, dass Ende März Ergebnisse vorliegen.“ 

Autor:

Harald Ritter aus Marzahn

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