„Es ist nicht nachvollziehbar“
Bahnkunden-Verband fordert schnelleren Bau des Bahnhofs Kamenzer Damm

Der Deutsche Bahnkunden-Verband, der die Interessen von Fahrgästen vertritt, kritisiert, dass der S-Bahnhof Kamenzer Damm nicht im Zuge des Ausbaus der Dresdner Bahn realisiert wird.

Wie die Berliner Woche im März berichtete, soll der zusätzliche Bahnhof am Marienpark von 2026 bis 2030 gebaut werden. Bürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) teilte damals mit, dass der Bahnhof beschlossen und bestellt sei. Die Bauarbeiten werden somit jedoch erst nach Inbetriebnahme der Dresdner Bahn, die für Dezember 2025 geplant ist, erfolgen. Das geht dem Bahnkunden-Verband nicht schnell genug.

„Es ist nicht nachvollziehbar, dass im Zuge der Ausbau-Planungen der S-Bahnhof Kamenzer Damm nicht von vornherein berücksichtigt worden ist. Es sind derzeit nicht einmal bauliche Vorleistungen, zum Beispiel durch eine entsprechende Festlegung der Gleisachsen für die S-Bahn, berücksichtigt“, erklärt der Verband. „Falls dieser S-Bahn-Haltepunkt tatsächlich nun erst nach Fertigstellung des laufenden Projekts gebaut wird, sind zusätzliche Kosten die Folge. Auch bedeuten neue Sperrpausen bzw. Schienenersatzverkehre vermeidbare Erschwernisse für die Fahrgäste.“ Die Planungen für den Bau des Bahnhofs müssten umgehend aufgenommen werden, so der DBV, der den Haltepunkt Kamenzer Damm bereits im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens zum Wiederaufbau der Dresdner Bahn gefordert hatte.

Auf dem Streckenabschnitt zwischen Attilastraße und Marienfelde würden zurzeit bereits Bauarbeiten stattfinden. Daher sei es naheliegend, ebenfalls den geforderten Haltepunkt zu realisieren. „Die notwendige Baulogistik ist schließlich vor Ort“, meint der DBV. Erfreulicherweise sei bei der Dimensionierung der Brücke des Kamenzer Damms über die Bahnanlagen der Bau des Bahnhofs planerisch berücksichtigt worden. Der Verband schätzt daher auch, dass für einen Mittelbahnsteig sowie notwendige Zugangsbauwerke ausreichend Platz vorhanden ist. Der künftige Bahnhof soll sowohl vom Kamenzer Damm auf westlicher Seite sowie von der Lankwitzer Straße auf östlicher Seite der Bahntrasse aus zugänglich sein. Kritisiert wird vom Verband außerdem, dass noch immer keine Entscheidung zur Erweiterung des S-Bahnhofs Buckower Chaussee um einen Regionalbahn-Halt gefallen sei.

Autor:

Philipp Hartmann aus Tempelhof

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