Vorschläge können bis 3. Dezember eingereicht werden
Wer verdient die Louise-Schroeder-Medaille?

Das Abgeordnetenhaus will am 2. April wieder eine Persönlichkeit oder Institution mit der Louise-Schroeder-Medaille auszeichnen. Bürger können bis 3. Dezember Vorschläge einreichen.

Mit der Medaille werden seit 1998 Persönlichkeiten geehrt, „die dem politischen und persönlichen Vermächtnis Louise Schroeders in hervorragender Weise Rechnung tragen“, wie es heißt. Gewürdigt werden Verdienste um Demokratie, Frieden, soziale Gerechtigkeit und die Gleichstellung von Frauen und Männern. Verliehen wird die Louise-Schroeder-Medaille durch den Präsidenten oder die Präsidentin des Abgeordnetenhauses immer zum 2. April, dem Geburtstag Louise Schroeders. Wer Berlins höchstes protokollarisches Amt im kommenden Frühjahr innehat, ist noch unklar. Der jetzige Abgeordnetenhauspräsident Ralf Wieland (SPD) stellt sich nicht mehr zur Wahl. Der/die neue Präsident/in wird vom neuen Abgeordnetenhaus gewählt. Weil die SPD die Wahl gewonnen hat, hat sie als stärkste Fraktion das Vorschlagsrecht.

Louise Schroeder war seit 1919 Parlamentarierin und von Mai 1947 bis Dezember 1948 Oberbürgermeisterin von Berlin. Durch ihre couragierte Amtsführung habe sie erfolgreich zur Linderung der großen Not im Nachkriegs-Berlin beigetragen und sich zeitlebens durch unermüdliches soziales Engagement und insbesondere durch das Eintreten für die Gleichstellung von Männern und Frauen ausgezeichnet. Ihr politisches Handeln sei von überparteilicher Zusammenarbeit bestimmt gewesen, heißt es in dem Aufruf.

Die Entscheidung, wer geehrt werden soll, trifft das Kuratorium Louise-Schroeder-Medaille, das sich aus Parlamentariern und Nicht-Parlamentariern zusammensetzt, die von den Fraktionen benannt wurden. Dem Vorschlag muss eine aussagekräftige Begründung sowie eine Biografie der vorgeschlagenen Person beziehungsweise eine Beschreibung der vorgeschlagenen Institution beiliegen. Vorschläge will das Abgeordnetenhaus per Brief: Abgeordnetenhaus von Berlin, Kuratorium Louise-Schroeder-Medaille, Niederkirchnerstraße 5, 10117 Berlin.

Autor:

Dirk Jericho aus Mitte

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