Vorbereitungen für zwei Neubauprojekte
Wohnungen in der Orion- und der Hänselstraße geplant / Bürgerinitiative dagegen

In der Orionstraße 9-15 werden von März 2022 bis Frühjahr 2024 sechs viergeschossige Gebäude errichtet.
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  • In der Orionstraße 9-15 werden von März 2022 bis Frühjahr 2024 sechs viergeschossige Gebäude errichtet.
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Die Stadt und Land Wohnbauten-Gesellschaft mbH bereitet derzeit zwei weitere Neubauvorhaben in Treptow-Köpenick vor. Ab März 2022 sollen in der Orionstraße 9-15 in Plänterwald, ab Mai 2022 in der Hänselstraße 43 in Baumschulenweg die Bauarbeiten beginnen.

In der Orionstraße, nicht weit vom Treptower Park entfernt, sollen sechs viergeschossige Gebäude mit Fahrstuhl und Ein- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen in sogenannter Typenhaus-Plus-Bauweise entstehen. Dabei handelt es sich um im Vorfeld entwickelte Module, die je nach Bedarf verschiedene Wohnungen ermöglichen, zum Beispiel auch barrierefreie. 47 der 95 neuen Wohnungen werden durch das Land Berlin gefördert und an Inhaber eines Wohnberechtigungsscheins vermietet. Die Mieten der restlichen Wohnungen werden laut Stadt und Land durchschnittlich bei unter elf Euro nettokalt pro Quadratmeter liegen.

Die Innenhöfe werden als grüne Gartenhöfe gestaltet. Auf den Flachdächern ist eine Begrünung zur Regenwasserregulierung geplant. 18 Pkw-Stellplätze auf dem Grundstück sollen erhalten, 71 weitere neu verteilt werden und 19 Stellplätze zusätzlich entstehen. Darüber hinaus stehen etwa 90 Stellplätze als Seiten-Parker an den umliegenden öffentlichen Straßen zur Verfügung. Rund 200 Parkplätze für Bestands- und Neumieter sollen es nach Abschluss der Baumaßnahme sein. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2024 geplant.

In der Hänselstraße wiederum werden 40 Mietwohnungen errichtet. Die Hälfte davon geht an Bürger mit einem Wohnberechtigungsschein. Gebaut wird ein Gebäude mit Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen auf vier Etagen. Auf dem Grundstück befinden sich aktuell noch das ehemalige Archiv der Stadt und Land sowie zehn Garagen, die im Zuge des Neubaus abgerissen werden müssen. Die bauvorbereitenden Maßnahmen dafür beginnen voraussichtlich im Januar 2022. Auch in der Hänselstraße soll im Frühjahr 2024 alles fertig sein. Sofern es die Pandemiesituation zulässt, plant das kommunale Unternehmen eine Informationsveranstaltung für Anlieger im Sommer. Bis dahin können auf den Internetseiten www.stadtundland.de/am-plaenterwald und www.stadtundland.de/haenselstrasse Details zu beiden Bauprojekten nachgelesen werden.

Gegner der Pläne haben sich bereits formiert. Die am 14. Mai gegründete „Initiative gegen die Bebauung der Innenhöfe des Plänterwalds“ startete eine Online-Petition auf https://bwurl.de/16tr. Dort werden Unterstützer gesammelt, um die Nachverdichtung der Innenhöfe Am Plänterwald, Orionstraße, Neue Krugallee und Dammweg zu verhindern. „Unser Lebensumfeld soll zerstört werden. Viele Menschen leben hier, manche bereits seit 1960. Die Innenhöfe sind unsere grünen Oasen, unsere Lungen, unsere Schattenspender, unsere Rückzugsorte und die Heimat vieler artengeschützten Tiere“, schreiben die Initiatoren. „Es braucht eine gut durchdachte, grüne und soziale Stadtplanung, die gesunde und lebenswerte Wohnverhältnisse für alle ermöglicht“, lautet ihre Forderung an den Senat. Als Alternative für die Neubauten sehen sie die Aufstockung der bereits vorhandenen Wohnblöcke, Anbauen an die Bestandsgebäude oder Nutzungen großer freier Flächen im Wohngebiet. Die eigens eingerichtete Internetseite der Bürgerinitiative lautet gegen-bebauung-plaenterwald.jimdosite.com.

Autor:

Philipp Hartmann aus Köpenick

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