Leitungsbau von Versorgern verlängert Straßenbau
Ewig-Baustelle am Buschower Weg

Ein Lagebild vom Buschower Weg Ende November. Die Durchfahrt ist schwierig.
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Es sei "die schlimmste Baustelle in Spandau", sagt Anwohnerin Erika Etzold. Und das nicht erst seit gestern. Sie meint den Buschower Weg, in dem nach ihren Angaben seit fast vier Jahren gebaut wird. Das Ende wird jetzt für 2023 angekündigt.

Der Buschower Weg bekommt einen "grundhaften Straßenneubau", informiert Baustadtrat Thorsten Schatz (CDU). Aber das sind nur die Arbeiten, die im Auftrag des Bezirksamtes stattfinden. Ähnlich wie beim Bauvorhaben barrierefreie Bushaltestelle in der Klosterstraße nutzen auch am Buschower Weg Versorgungsunternehmen den Straßenbau, um an ihren Leitungen zu arbeiten. Unter anderem legen und legten die Berliner Wasserbetriebe und die Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg (NBB) aber auch die Telekom und Stromnetz Berlin Hand an oder werden dies noch tun.

Gleichzeitig könnten die Versorger ihre Leitungen aber nicht verlegen, betont der CDU-Baustadtrat. Die Leitungsarbeiten könnten aufgrund der geringen Straßenbreite sowie des Gefälles nur nacheinander und in einer bestimmten Reihenfolge ausgeführt werden. Deshalb sei eine erhebliche zeitliche Verschiebung, beziehungsweise Verlängerung der Gesamtbaumaßnahme "unvermeidlich".

Erika Etzold erlebt diesen Ablauf als ein ständiges Auf- und Zubuddeln der Straße. "Regenwasser, Abwasser, Telekom ...". Im November habe ein Riesenaushub vor ihrem Haus stattgefunden. Auf ihre Nachfrage erklärte ein Arbeiter, es müssten alte Rohre entfernt werden.

Eingriffe, die nach ihrer Beobachtung auch Auswirkungen auf die Vegetation hätten. Eine Bergulme habe halbseitig alle Blätter verloren und die vor gut vier Jahren von ihr und weiteren Nachbarn gerettete Blutbuche sähe inzwischen auch sehr schlecht aus. Die Anwohner litten im Sommer durch den Staub, im Winter und im Regen sei die Straße eigentlich kaum passierbar.

Die Verhältnisse vor Ort sowie die unterschiedlichen Arbeiten der Leitungsverwaltungen und deren zeitliche und räumliche Koordinierung ließen aber einen schnelleren Baufortschritt nicht zu, bedauert Thorsten Schatz. Immerhin konnte das Straßenbauvorhaben im vergangenen Jahr auf einer Länge von etwa 180 Meter, im Abschnitt von der Landesgrenze zum Querweg abgeschlossen werden. In anderen Bereichen fänden weiter Leitungsarbeiten statt. Im Bereich zwischen Querweg und Talweg sollen sie in diesem Jahr beendet und danach die Straße angelegt werden. Gleiches ist ein Jahr später und als Abschluss vom Talweg bis zur Heerstraße geplant.

Ein Lagebild vom Buschower Weg Ende November. Die Durchfahrt ist schwierig.
Anwohner klagen, dass die Straße immer wieder zu- und aufgebuddelt wird.
Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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