Von A wie Abwasser bis Z wie Zeitungen
Neues Steglitz-Lexikon bietet umfangreiche Daten und Fakten zum Teilbezirk Steglitz

Christian Simon hat ein neues und aktualisiertes Steglitz-Lexikon erarbeitet.
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  • Christian Simon hat ein neues und aktualisiertes Steglitz-Lexikon erarbeitet.
  • Foto: Copyright A.V.I. Arzneimittel Verlags GmbH
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Der Lichterfelder Heimatforscher Christian Simon hat ein neues Steglitz-Lexikon herausgegeben. Die 240 Seiten starke Kiez-Lektüre enthält Daten und Fakten zu vielen Gebäuden, Personen und örtlichen Gegebenheiten. Das Lexikon umfasst den Teilbezirk Steglitz mit seinen Ortsteilen Lichterfelde und Lankwitz sowie Südende.

Gleich am Anfang des Lexikons erfährt der Leser unter dem Stichwort Abwasser, wie sich die Kanalisation von den Rieselfeldern um 1885 bis zum modernen Klärwerk entwickelte. Weit in die Geschichte reisen kann man auch unter dem Buchstaben B, Stichwort Badeanstalten. Davon gab es erstaunlich viele. Das erste Freibad, das Kaiser-Friedrich-Bad, wurde im Juni 1888 in der Bäkestraße eröffnet. Das Bad hatte zwei 52 Meter lange Becken. Links war die Männer- und rechts die Frauenabteilung. Außerdem gab es unter anderem eine Militärbadeanstalt am Teltower See, die Pantziersche Badeanstalt am heutigen Wolfensteindamm 11, die Südender Badeanstalt am Karl-Fischer-Weg. Über die noch heute existierenden Sommerbäder am Insulaner und Spucki in Lichterfelde gibt es interessante Einblicke in die über 100-jährige Geschichte beider Bäder.

Unter dem Stichwort Gaststätten ist eine umfangreiche Auswahl von Gaststätten und Lokalen beschrieben. Historische Fotos zeigen unter anderem das Café Lellau um 1900, ein besserer Holzkiosk, sowie verschiedene Wirtshäuser und Ausflugslokale, die es damals an vielen Stellen gab.

Unter Z wie Zeitungen findet sich übrigens auch ein Eintrag zur Steglitzer Ausgabe der Berliner Woche. Verzeichnet ist, dass „dieses Wochenblatt zu Beginn der 1980er-Jahre als kostenlose, werbefinanzierte Zeitung unter dem Namen Berliner Wochenblatt, Ausgabe Steglitz, erschien und im September 2003 der Name in Berliner Woche geändert wurde“.

Für seine detaillierte Sammlung hat Simon Adressbücher und Bauakten durchforstet sowie aktuelle Literatur eingearbeitet. So finden sich neben historischen und aktuellen Angaben und Zahlen auch kaum oder gar nicht Bekanntes oder bislang noch nicht Publiziertes.

Viele Informationen stammen von befragten Personen, Firmen, Einrichtungen und Behörden. Unterstützt wurde er vom ehemaligen Leiter des Steglitz Heimatmuseums, Wolfgang Holtz, und dem Heimatverein Steglitz. Sie stellten ihm viele Abbildungen aus ihren Archiven zur Verfügung.

2004 veröffentlichte Simon bereits das Bezirkslexikon Steglitz-Zehlendorf. Das Steglitz-Lexikon ist eine Neuausgabe. „Das war nach eineinhalb Jahrzehnten überfällig, weil es so viele Veränderungen gegeben hat“, sagt der Autor.

„Das Gesicht der Schloßstraße hat sich an vielen Stellen gewandelt, das Schulsystem ist teilweise völlig neu strukturiert, Institutionen wurden umbenannt, verlagert, geschlossen, abgerissen, neu gegründet oder verändert“, erklärt der Heimatexperte. „Ich habe alle Einträge erweitert und auf den aktuellen Stand gebracht. Dabei habe ich mich dieses Mal auf den ehemaligen Bezirk Steglitz konzentriert.“

Das Nachschlagewerk enthält im Anhang ein umfangreiches Personenregister mit rund 600 Einträgen. Die informative Sammlung ist mit mehr als 320 Abbildungen bebildert, darunter sind viele historische Fotos.

Steglitz-Lexikon von Christian Simon, Herausgeber: AVI Arzneimittel-Verlag, ISBN: 978-3-921687-37-6, 22 Euro.

Christian Simon hat ein neues und aktualisiertes Steglitz-Lexikon erarbeitet.
Das Steglitz-Lexikon bietet auf 240 Seiten und mit zahlreichen historischen und aktuellen Fotos einen informativen Blick in die Geschichte und die Entwicklung von Steglitz.

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