"Das spart viel Zeit und Wege"
Földerich-Grundschule jetzt mit eigenem Hort

Der Schlüssel passt in kein Schloss. Maitri Grimm nahm ihn von Helmut Kleebank trotzdem dankend an.
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  • Der Schlüssel passt in kein Schloss. Maitri Grimm nahm ihn von Helmut Kleebank trotzdem dankend an.
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Der Hort der Christoph-Földerich-Grundschule platzte aus allen Nähten. Jetzt haben die Schüler einen Containerbau als Zwischenlösung. Gegessen wird dort auch.

Wer nach der Schule in den Hort wollte, musste zwei Querstraßen weiterlaufen, in die Melanchthonstraße 10. Dort gab es wegen der steigenden Schülerzahl und der Doppelnutzung nur wenig Platz. Denn auch die Paul-Moor-Grundschule schickte ihre Hortkinder dorthin. Über 15 Jahre ging das so. Nun hat die Christoph-Földerich-Grundschule endlich ihren eigenen Hort. „Wir sind überglücklich“, sagte Schulleiterin Maitri Grimm. „Jetzt haben wir den Hortbereich auf dem eigenen Gelände. Das spart viel Zeit und Wege.“

Vor zwei Jahren hatte die Schule den Bedarf für ein eigenes Hortgebäude beim Schul- und Sportamt angemeldet. Anfang März dieses Jahres ging es dann los mit dem Bodenaushub. „Neue Fundamente wurden verlegt, dann kamen die einzelnen Containermodule mit dem Tieflader “, berichtete Bauleiter Michael Weiß vom Hochbauamt. Mittendrin musste die Statik für die Fundamente neu berechnet werden. Bei den Erdarbeiten wurde ein meterlanges altes Rohr gefunden, das jemand quer übers Grundstück verlegt hatte. Das verzögerte die Baumaßnahme um gut zwei Wochen.

Nun aber steht der Stahlcontainer, am 2. September wurde er bezogen. Wobei „Container“ ein kaltes Wort ist. „Von außen sieht er vielleicht wie ein Container aus, drinnen aber ist es überraschend gemütlich“, sagte Helmut Kleebank (SPD). Der Bürgermeister kam am 10. September zur Eröffnungsfeier und brachte den symbolischen Hausschlüssel mit.

Drei Geschosse hat der neue Container, eine Grundfläche von rund 900 Quadratmetern und Platz für 200 Kinder. Es gibt einen Leseraum, einen Kreativraum, ein Theaterzimmer, Betreuungsräume, Büros, Toiletten, eine Küche und auch eine geräumige Mensa, was Schulleiterin Maitri Grimm besonders freut. Denn im Essenraum an der Melanchthonstraße hatten gerade mal 36 Kinder Platz. „Spätestens jetzt, wo auch wir das kostenlose Mittagessen für unsere 570 Schüler anbieten, wären wir damit an unsere Kapazitätsgrenze gekommen.“ Mehr als drei Viertel aller Grundschüler nutzen das Mittagessen.

Fünf Jahre mindestens soll der Containerbau stehen. Das Bezirksamt hat ihn gekauft. Kosten mit Fertigstellung: etwa 1,7 Millionen Euro, finanziert aus dem Bezirksbudget für bauliche Unterhaltung. Mittelfristig ist der Neubau einer Sporthalle auf dem Schulgelände am Földerichplatz 5 geplant. Danach wird die alte Sporthalle zur Mensa umgebaut.

Autor:

Ulrike Kiefert aus Spandau

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