Kiez verabschiedet sich von Volkmar Tietz
"Er wird uns allen fehlen"

Die Wilhelmstadt trauert um Volkmar Tietz. Er starb am 15. Februar.
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  • Foto: Christian Schindler
  • hochgeladen von Ulrike Kiefert

Die Wilhelmstadt trauert um Volkmar Tietz. Der engangierte Spandauer ist im Alter von 71 Jahren unerwartet gestorben.

Sein Name wird mit der Wilhelmstadt untrennbar verbunden bleiben. Volkmar Tietz war vielseitig engagiert. Leidenschaftlich setzte er sich für die Belange der Kiezbewohner ein, immer umtriebig, immer herzlich und humorvoll, immer sachorientiert und nah dran am Menschen. So kannten ihn die Spandauer. Am 15. Februar ist er nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben. Mit der Familie trauert nun der ganze Kiez. „Wir werden ihn schmerzlich vermissen“, verabschiedet sich das Team des Stadtteilladens von ihm. Volkmar Tietz hatte dort seit 2012 ehrenamtlich das Sozialteam geleitet, für den Verein „Meine Wilhelmstadt“ Sozialberatungen organisiert und regelmäßig zur Kiezsprechstunde geladen.

Im vorigen August gründete Volkmar Tietz den Förderverein Wilhelmstadt und Pichelsdorf. Der Spandauer wollte eine historische Verkehrssäule, die 1958 aus einer kleinen Grünanlage an der Pichelsdorfer Straße verschwand, rekonstruieren und wieder aufstellen lassen. Über den Förderverein sollten Spenden gesammelt werden. Das Projekt muss jetzt ohne ihn weitergehen.

Von der SPD
zu den Piraten und zurück

In Spandau wohnte Volkmar Tietz seit 1973, in der Wilhelmstadt seit 1992. Politisch engagierte sich der gelernte Altenpfleger als Bürgerdeputierter im Sozialausschuss der Bezirksverordnetenversammlung. 1992 trat er zwar aus der SPD aus und machte ab 2011 bei den Piraten mit. Im Mai 2016 kehrte Tietz aber zu den Sozialdemokraten zurück.

Privat hing sein Herz am Dudelsack und der Berlin Police Pipe Band. Volkmar Tietz war in der Band zum Drum Major aufgestiegen. Seinen letzten großen Auftritt hatte er im November beim „Berlin Tattoo 2018“-Festival in der Max-Schmeling-Halle in Prenzlauer Berg. Dort schwang er als „Kapellmeister“ den Taktstock beim Auftritt hunderter Dudelsackspieler und Trommler.

Auch seine Musikerfreunde sagen ihrem „Dieki“ jetzt Adieu. „Mit ihm haben wir einen lustigen, lebensfrohen Menschen verloren, der stets bei unseren großen Auftritten mit seinem Mace der Band den Weg zeigte. Hinter den Kulissen sorgte er für die gute Stimmung und brachte uns immer wieder herzhaft zum Lachen. Für alle hatte er ein offenes Ohr und stand uns mit Rat und Tat zur Seite. Er wird uns allen fehlen.“

Autor:

Ulrike Kiefert aus Spandau

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