Gut gespielt – Sensation verpasst
1. FC Wilmersdorf scheidet im Pokal gegen Regionalligisten aus

Der 1. FC Wilmersdorf (rot-weiß) hat sich im Pokal gegen den Regionalligisten Altglienicke trotz einer 2:5-Niederlage wacker geschlagen.
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Der 1. FC Wilmersdorf hat in der 3. Runde des Berliner Fußballpokals zwar eine Überraschung verpasst, sich aber mehr als wacker geschlagen: Der Landesligist unterlag dem Regionalligisten VSG Altglienicke trotz guter Leistung letztlich mit 2:5.

Obwohl der 1. FC nach zwei Treffern von Tugay Uzan einem frühen Rückstand hinterher laufen musste, hielt man über die gesamte Spielzeit toll dagegen und brachte den großen Favoriten nach dem Anschlusstreffer von Stephan Kwasi Boachie kurz nach dem Wechsel sogar kurzzeitig in Bedrängnis. Doch der Regionalligist, der sich in dieser Spielzeit anschickt, im Aufstiegsrennen in die 3. Liga ein ernstes Wörtchen mitzureden, zeigte seine Klasse und nutzte die wenigen richtig guten Torchancen resolut. Den Wilmersdorfern blieb es vorbehalten, durch Efraim Gakpeto immerhin noch einen zweiten Treffer zu erzielen.

Während der 1. FC also aus dem diesjährigen Pokalwettbewerb ausgeschieden ist, haben vier Teams aus Charlottenburg und Wilmersdorf das Achtelfinale erreicht: Die Oberligisten CFC Hertha 06 (5:0 beim FC Treptow), Tennis Borussia (7:6 nach Elfmeterschießen beim SFC Stern) sowie die Berlin-Ligisten Berliner SC (3:1 bei den Sportfreunden Johannisthal) und der TuS Makkabi (1:0 beim TSV Rudow) sind weiter im Rennen.

Aber zurück zum 1. FC Wilmersdorf: Was die Rot-Weißen über weite Strecken der Partie gegen die drei Spielklassen höher kickende VSG auf den Platz brachten, war ein Spiegel der bisherigen Saison in der Fußball-Landesliga: Nach dem Abstieg aus der Berlin-Liga im Jahr 2017 hat der 1. FC in dieser Spielzeit endlich wieder einen Kader zusammen, der an das Tor zu Berlins höchster Spielklasse anklopfen kann. Nach einem Viertel der Saison hat sich gezeigt, dass die Truppe aus dem Volkspark mit den Topteams BFC Preussen, Stern Marienfelde und Johannisthal nicht nur mithalten kann, sondern ihnen auf Augenhöhe begegnet.

Ausschlaggebend hierfür sind die gute Kaderplanung und ein neuer Coach, der sich beim 1. FC bestens auskennt: Der 35-jährige Timur Binerbay hat bis 2015 noch selbst für die Wilmersdorfer in der Berlin-Liga gekickt und leitet nun die Geschicke als Trainer. Und unter den zahlreichen Neuzugängen gibt es ebenfalls einen prominenten Rückkehrer: Angreifer Efraim Gakpeto, der sein Glück unter anderem in der Oberliga bei Hertha Zehlendorf gesucht hatte, ist nach vier Jahren nach Wilmersdorf zurückgekehrt und belebt das Angriffsspiel der Rot-Weißen. Aber auch die Offensivkräfte Stephan Kwasi Boachie und Kiyan Soltanpour, die vom Lokalrivalen Berliner SC kamen, bringen frischen Wind. Insbesondere der 30-jährige Soltanpour konnte in seinen ersten sieben Einsätzen schon zwölf Saisontreffer erzielen. Aber auch der Oberliga erfahrene Torhüter Bjarne Rogall, der mittlerweile 38-jährige Antreiber Salvatore Rogoli, Defensivmann Hendrik Herzog und der 24-jährige Mittelfeldspieler Sertac Beyazgül haben mehr Qualität in den Kader gebracht. Mit dem 1. FC Wilmersdorf muss man wieder rechnen – und das ist nach zwei Jahren in der Landesliga, in denen man auf den Plätzen acht und vier gelandet war und dabei nie ernsthaft ins Aufstiegsrennen eingreifen konnte, für alle Fans eine richtig gute Nachricht.

Autor:

Michael Nittel aus Reinickendorf

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