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  • 16. April 2018, 21:28 Uhr
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Archäologie, Erinnerung und Geschichte am Beispiel Tempelhofer Feld

26. April 2018 um 19:00
Alte Zollgarage im Flughafen Tempelhof, 10965, Berlin

+++ 73. Jahrestag der Befreiung des Flughafens Tempelhof! +++

Zeitwahrnehmung ist in vielen Gesellschaften als Historische Wissenschaft institutionalisiert. Deutungen obliegen dieser Wissenschaft. Gängige Methode dieser Wissenschaft bilden Dokumente, die in Quellenbeständen erfasst werden, sie werden durch Zeitzeugen ergänzt, die eingebunden in den Kontext kritisch reflektiert werden, so wie auch Dokumente im jeweiligen Kontext kritisch zu betrachten und zu bewerten sind. Zeitzeugen des größten Verbrechens der Menschheit, des Nationalsozialismus, versterben jedoch. Hatte bereits die Soziologie und die Psychologie als Wissenschaften positive Impulse in die Geschichtswissenschaft eingebracht, so soll das auch die Archäologie leisten. Besonders bruckstückhafte oder mangelhafte Überlieferung soll von dieser Disziplin ergänzt und erweitert werden. Eine materielle Kultur der „Dinge“ kann betrachtet und bewertet werden, die Archäologie als Wissenschaft kann Zeugnisse ausgraben und darstellen und so neue Fragestellungen und Perspektiven aufweisen. Mit Funden kann betrachtet, begriffen und eine neue Form der Erinnerungskultur gefunden werden.

Wie das am Beispiel Tempelhofer Feld geschehen kann und wie die Politik mit dem Feld umgehen will, diskutieren wir am 26. April.

Mit:
Dr. Uwe Michas, Landesdenkmalamt
Dr. Astrid Ley, Leiterin des Archivs Gedenkstätte Sachsenhausen der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
Dr. Susanne Kitschun, MdA (SPD)
Daniel Wesener, MdA (Bündnis 90/Die Grünen)

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