Geld aus dem FriXfonds: 25 000 Euro für Kunstprojekte

Diskussion über privates Kunstsponsoring vor einem Jahr am Boxhagener Platz. Inzwischen entstand daraus der FriXfonds.
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Es gibt einen neuen Geldtopf, aus dem Künstler, Vereine und Initiativen unterstützt werden können. Er heißt FriXfonds, und es handelt sich dabei um eine spezielle Art der Förderung.

Denn die Mittel werden von privaten Unternehmen gespendet. Sie hätten aber keinen Einfluss, wie ihr Sponsoring verwendet wird, wird versichert.

Zur Verfügung stehen 25 000 Euro. Die Summe soll "künstlerischen Interventionen im öffentlichen Raum zugute kommen", heißt es im Ausschreibungstext. Diese müssen einen Bezug zur Stadtentwicklung haben. Gewünscht wird eine Auseinandersetzung mit der Entwicklung und den Veränderungen in Friedrichshain-Kreuzberg. Die zentrale Idee sei, "dass diejenigen, die im und am Kiez verdienen", dazu einen finanziellen Beitrag leisten.

Ausgangspunkt für den FriXfonds war genau so ein Angebot aus der privaten Wirtschaft. Vor einem Jahr offerierten die Bauwert AG und die Ziegert Bank- und Immobilienberatung eine großzügige Spende, die Rede war damals von 35 000 Euro, zur Unterstützung kultureller Projekte im Bezirk. Die Angesprochenen sahen darin auf der einen Seite einen warmen Regen für viele anonsten kaum geförderte Vertreter der Kulturszene. Auf der anderen Seite gab es aber auch Argwohn. Kann diese Gabe angenommen werden, ohne dadurch in Abhängigkeit zu geraten? Diese Frage wurde unter anderem während einer Kunstinstallation diskutiert, die im Juni 2017 am Boxhagener Platz stattfand. Sie scheint inzwischen mit Ja beantwortet worden zu sein.

Schon zuvor hatte sich ein Aktivitätennetzwerk für den öffentlichen Raum, abgekürzt ANföR gegründet. Es hat jetzt zusammen mit dem Bezirk den FriXfonds entwickelt. Die ersten vier Buchstaben stehen für Friedrichshain-Kreuzberg.

Bewerbungen für Geld aus diesem Topf können bis 15. Juni eingereicht werden. Alle Informationen zur Ausschreibung finden sich unter www.anfoer.de/ausschreibung-frixfonds. Über die Auswahl entscheidet eine unabhängige Jury.

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