Alter Domfriedhof kann Friedhofsmauer sanieren
Lotto-Stiftung bezuschusst gemeinnützige Projekte

Die Marmorengel von Josef Limburg säumen den Eingang zum alten Domfriedhof. Der wurde 1834 eingeweiht.
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  • Foto: Ulrike Kiefert
  • hochgeladen von Ulrike Kiefert

Die Lotto-Stiftung Berlin schüttet rund 15 Millionen Euro für 30 gemeinnützige Projekte aus. Auch der Alte Domfriedhof St. Hedwig in Gesundbrunnen, das Jüdische Museum in Kreuzberg und die Galerie Prater in Prenzlauer Berg werden bedacht.

Die Friedhofsmauer des Alten Domfriedhofes St. Hedwig an der Liesenstraße muss dringend saniert werden. Denn der Mauerbau hat den nord-östlichen Teil der Friedhofsmauer einst stark beschädigt. Doch bislang fehlte dem Friedhof das nötig Geld. Die Sanierung ist teuer und aufwendig, weil besagter Mauerteil zugleich als Stützmauer für den Niveauunterschied des Friedhofsgeländes zur Liesenstraße dient.

Nun aber bezuschusst die Lotto-Stiftung Berlin das Projekt mit 400.000 Euro. Mit dem Geld will die katholische Friedhofsgemeinde auch eine geplante Dauerausstellung zum Bau der Berliner Mauer finanzieren. Mit der Schau soll Berliner Geschichte am historischen Ort erlebbar werden. Ein Drittel des Friedhofsgeländes gehörte damals zum sogenannten Todesstreifen. Der war beim Fall der Mauer dort rund 40 Meter lang und nahe des Grenzübergangs an der Chausseestraße teilweise bis zu 120 Meter tief. Die Dokumentation erarbeitet die Gemeinde zusammen mit Schülern. Zu sehen sein wird sie dann in einem Mausoleum des Domfriedhofes.

An der Liesenstraße 5 bis 8 liegen insgesamt drei historische Friedhöfe: der Alte Domfriedhof, der Französischer Friedhof II mit dem Fontane-Grab und der St. Hedwig-Friedhof. Der Alte Domfriedhof wurde 1834 geweiht, ist der älteste noch genutzte katholische Friedhof Berlins und heute ein Gartendenkmal. Wegen seiner Geschichte ist er von nationaler Bedeutung. Die Liesenstraße wiederum ist als Teil des Berliner Mauerwegs ausgeschildert.

Weitere 250.000 Euro spendiert die Lotto-Stiftung dem Jüdischen Museum Berlin in Kreuzberg. Denn 2021 feiert die Hauptstadt „350 Jahre Jüdische Gemeinde zu Berlin“ und „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. Die Stiftung Jüdisches Museum will aus Anlass des Festjahres den großen Philosophen der Aufklärung, Moses Mendelssohn, in einer kulturhistorischen Ausstellung würdigen. Eröffnet wird sie Ende Oktober 2021. Mit der Schau würdigt das Jüdische Museum zugleich seine 20-jährige Existenz.

Weitere 99.000 fließen als Lottomittel in die kommunale Galerie Prater in Prenzlauer Berg. Die Galerie soll im kommenden März nach umfassender Sanierung neu eröffnen. Als Ort für eine lebendige Debattenkultur über die heutige Gesellschaft und zeitgenössische Kunst. Vier Ausstellungen sind von April 2021 bis Mail 2022 geplant zu den Themen Diversität, Diskriminierung, Klimawandel und Gentrifizierung.

Autor:

Ulrike Kiefert aus Mitte

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