Verein verhandelt mit Bezirk über Erbbauvertrag
Perspektiven für Tierarche am Oschatzer Ring

Reiner Waldukat, Vorsitzender des Vereins „Mensch-Tier“, füttert einige Braune Bergschafe in der Hellen Tierarche.
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  • Reiner Waldukat, Vorsitzender des Vereins „Mensch-Tier“, füttert einige Braune Bergschafe in der Hellen Tierarche.
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Die Tierarche ist in Hellersdorf zu einer Institution geworden. Der Trägerverein will mit dem Bezirksamt einen Erbbaupachtvertrag für das Grundstück abschließen.

Die Tierarche soll eine langfristige Perspektive im Bezirk bekommen. Das ist der Sinn des Erbbaupachtvertrages, über den das Bezirksamt und der Trägerverein „Mensch – Natur“ gegenwärtig Verhandlungen führen. Grundlage soll das Konzept für den Betrieb der Tierarche sein, dass der Verein bis zum Sommer noch zu überarbeiten hat.

„Wir wollen unter anderem genauer wissen, wie der Verein sich die Finanzierung des Projektes langfristig vorstellt“, sagt Nadja Zivkovic (CDU), Stadträtin für Wirtschaft, Straßen und Grünflächen. Sie sieht gute Chancen, dass Verein und Bezirksamt sich am Ende verständigen. „Die Tierarche kann zu einem stabilen Stützpfeiler der Umweltbildung im Bezirk ausgebaut werden“, erläutert sie.

Verein ist seit 2013 auf dem Gelände

„Mensch – Natur“ hat das Gelände einer ehemaligen Schule am Oschatzer Ring im Jahr 2013 vom Bezirk zur Nutzung übernommen. Um die erhalten gebliebene Turnhalle der Schule legte er seitdem Gehege, Stallungen und Lagerflächen für Heu oder dergleichen an. Gehalten werden ausschließlich alte Nutztierrassen, die vom Aussterben bedroht sind.

Das sind neben Roten Mangalitza Wollschweinen, Thüringer Bergziegen und Braunen Bergschafen inzwischen auch Nutzgeflügelrassen wie Pommernenten und Leinegänse. Die Weiterzüchtung solcher Nutztierrassen, die in der modernen Landschaft ihre Bedeutung verloren haben, ist der Zweck der Tierarche. Hierzu unterhält der Verein ein verzweigtes Netz von Kooperationen mit Zoos, Tierparks und anderen Züchtern.

Kitakinder und Schüler
sind regelmäßig zu Besuch

Von Anfang an verband der Verein mit der Haltung der Tiere auch den pädagogischen Zweck, Menschen in der Stadt mit solchen Tieren bekannt und vertraut zu machen. Für Kinder, Familien, Kita-Gruppen und Schulklassen aus der Umgebung ist die Tierarche mittlerweile zu einem regelmäßigen Ziel geworden. Bei ihren Besuchen werden sie von Mitarbeitern des Vereins begleitet, betreut und über die Tiere informiert.

Während der zurückliegenden Jahre hat der Verein einiges getan, den Standort Helle Tierarche auszubauen. In der Turnhalle wurden Räume umgebaut, neue Tierunterkünfte und Wege angelegt. Das alles hat der Verein aus eigenen Kräften und Mitteln geleistet und mit der Hilfe von Sponsoren. „Wir wollen das Standbein Umweltbildung noch weiter ausbauen“, sagt Reiner Waldukat, der Vereinsvorsitzende. Hierzu gehöre das Angebot von Praktikumsplätzen für Schulen und die Vorstellung von Umweltberufen.

Nur mit Vertrag kann die Turnhalle
weiter umgebaut werden

Die verstärkte Orientierung auf die Umweltbildung würde dem Verein neue Geldquellen über Förderprogramme erschließen und den Standort mittelfristig stabilisieren. Um noch weiter zu planen, etwa einen Umbau der ehemaligen Turnhalle, brauche der Verein jedoch den Erbbauvertrag mit dem Bezirk. „Bis jetzt sind wir Mieter und Mieter bekommen keine Kredite. Mit einem Erbbauvertrag hätten wir es da leichter“, erklärt Waldukat.

Mehr Informationen gibt es unter www.mensch-natur.eu.

Autor:

Harald Ritter aus Marzahn

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