Comic-Ausstellung zu 70 Jahren Menschenrechte im Carossa-Gymnasium
„Alle Menschen sind gleich“

Die Zwölftklässlerinnen des Hans-Carossa-Gymnasiums in Kladow bieten für jüngere Schüler aktuell Führungen durch eine Ausstellung zum Thema Menschenrechte auf Französisch an.
  • Die Zwölftklässlerinnen des Hans-Carossa-Gymnasiums in Kladow bieten für jüngere Schüler aktuell Führungen durch eine Ausstellung zum Thema Menschenrechte auf Französisch an.
  • Foto: Christian Schaffeld
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Unterhaltsam die Menschenrechte entdecken und dabei noch die Sprachkenntnisse verbessern – das bieten Schülerinnen vom Leistungskurs Französisch des Hans-Carossa-Gymnasiums (HCG) aktuell für Neunt- und Zehntklässler an. 

Zum 70-jährigen Bestehen der Menschenrechte haben die belgische Comic-Zeitschrift „SPIROU“ und das Hochkommissariat für Menschenrechte der Vereinten Nationen beschlossen, alle Artikel in 30 Comics darzustellen. Genau diese werden jetzt ausgestellt und touren seit einem Jahr kreuz und quer durch Europa. „Wir sind froh, dass wir als einzige Schule in Deutschland diese Comics ausstellen dürfen“, freut sich Nicole Hay, Lehrerin des Französisch-Leistungskurses und Leiterin des Projekts.

Der Kontakt ist dabei über eine aus Belgien stammende Lehrerin der Schule aus Kladow zustande gekommen. „Audrey Cornelis hat die Aktion für uns vermittelt. Das ist wirklich toll“, so Hay. Über einen Monat ging es dann an die Arbeit. Die Comics mussten nicht nur in der Schule aufgehangen, sondern auch ins Deutsche übersetzt werden. So sollen auch Schüler, die keinen Französischunterricht haben, für das Thema sensibilisiert werden. Die Arbeit übernahmen die Grundkurse des Jahrgangs zwölf.

Schüler loben das Projekt

Wie wichtig den Schülerinnen das Projekt ist, wird schnell deutlich. „Wir müssen dafür sorgen, dass es überall auf der Welt Menschenrechte gibt“, sagt Thu Linh Nguyen. Die 18-Jährige ist eine von sieben Schülerinnen des Leistungskurses, die durch die Ausstellung führen. „Das tolle an dem Projekt ist, dass wir dadurch viel mehr frei sprechen müssen. Im Unterricht kommt man nicht so oft dran und lernt die Aussprache nicht so ausgiebig“, lobt Emilia Morena. Auch die 17-Jährige führt Schülergruppen in diesen Tagen durch die Ausstellung. „Jede geführte Gruppe besteht dabei aus drei bis fünf Kindern, damit auch jeder etwas versteht", sagt Hay. Eine Sache gefällt Anina Wiest (17) dabei besonders: „Es ist ein tolles Gefühl, auch mal in die Lehrerrolle zu schlüpfen.“

Die Ausstellung läuft noch bis zum 2. Dezember. In dieser Zeit sollen noch möglichst viele Kinder in den Genuss der Ausstellung kommen. „Es ist witzig mit anderen Jahrgängen so in Kontakt zu kommen und sie dabei zu unterstützen, die Menschenrechte zu analysieren“, sagt Jessica Thielbörger. Aber aus diesem Grund musste bei der Planung auch etwas ganz Entscheidendes beachtet werden, wie die 18-Jährige ergänzt: „Da die Schüler noch nicht so lange Französisch haben, durften die Fragen nicht zu schwer sein. Wir haben das Resümee ja auf Französisch gezogen. Aber alle haben gut mitgemacht.“

Französischer Superheld
weist Bürgermeister zurecht

Thu Linh Nguyen betreut ein Comic des in Frankreich sehr bekannten Superhelden „Imbattable“. Er weist in dem Comic den Bürgermeister der Stadt darauf hin, dass er die Hinterlassenschaften seines Hundes aufzunehmen hat und er sie nicht liegen lassen darf, nur weil er Bürgermeister ist. „Imbattable heißt übersetzt unschlagbar. Er weist in dem Comic die Menschen auf Artikel 7 hin: Alle Menschen sind gleich.“

Insgesamt ist die Resonanz auf die Ausstellung sehr positiv, wie Nicole Hay freudig sagt. „Die Kooperation mit der belgischen Botschaft zeigt ja auch die Wichtigkeit eines solchen Projekts. Aber es geht halt um unsere Zukunft“, sagt Emilia Morena abschließend.

Autor:

Christian Schaffeld aus Mitte

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