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Der kurze Traum vom Fliegen: Indoor Skydiving ist der neue Trendsport

Wo: Windobona Berlin, Landsberger Allee 268, 10367 Berlin auf Karte anzeigen
Jeder Fluganfänger bekommt einen Instructor zur Seite. Der passt auf, dass sein Schüler im Luftstrom nicht abdriftet.
Jeder Fluganfänger bekommt einen Instructor zur Seite. Der passt auf, dass sein Schüler im Luftstrom nicht abdriftet.

Auf dem Gelände des alten Wasserwerks an der Landsberger Allee sollen sich peu à peu diverse Freizeit- und Sportangebote ansiedeln – ein ganz spezielles ist schon da. Die Firma Windobona erfüllt Kleinen und Großen einen kurzen Traum vom Fliegen.

„Seit ich davon gehört habe, wollte ich das unbedingt mal ausprobieren“, sagt Karsten Küntzel und freut sich sichtlich. Der 50-Jährige ist extra aus Reinickendorf angereist und trägt bereits die komplette Montur: Helm, Schutzbrille und Overall sitzen. Offenbar kann er es kaum erwarten, in den Windtunnel abzutauchen. Vorher gibt Instructor Ives aber noch ein paar Tipps. „Und?“, fragt der Coach schließlich. „Wie lautet die wichtigste Regel?“ Sein Schüler überlegt nicht lange: „Spaß haben!“ Yves streckt die Daumen in die Höhe, Karsten Küntzel stopft sich die obligatorischen Stöpsel ins Ohr, und es kann endlich losgehen.

Indoor Skydiving heißt der neue Trendsport, an den sich der Reinickendorfer zum ersten Mal in seinem Leben wagt. Möglich macht es die Firma Windobona Berlin. Seit ein paar Wochen sitzt der Windtunnel-Betreiber auf dem denkmalgeschützten Gelände des ehemaligen Wasserwerks an der Landsberger Allee 268 und bietet Menschen im Alter ab vier Jahren die Chance, sich einmal wie ein Fallschirmspringer zu fühlen - ohne in ein Flugzeug steigen zu müssen, ohne Sprung aus tausenden Metern Höhe. Fürs Indoor Skydiving genügt eine vertikale Röhre am Boden.

32 Meter hoch ist die Flugkammer aus dreischichtigem Panzerglas mit einem Durchmesser von knapp viereinhalb Metern. Drinnen wird der freie Fall simuliert.

Vier Axialventilatoren sorgen für gleichmäßigen Luftstrom und Windgeschwindigkeiten von bis zu 280 Kilometer pro Stunde. Sie lassen den Lufttaucher wie eine Feder im Aufwind schweben. „Das Erlebnis ist vergleichbar mit einem Fallschirmsprung aus 4000 Meter Höhe“, erklärt Windobona-Geschäftsführer Fabian Raidel. Allerdings sei das Abenteuer im Windtunnel sehr viel sicherer.

Indoor Skydiver fliegen buchstäblich mit Netz und doppeltem Boden. Neulinge dürfen nicht allein in die Flugröhre. Zu jedem Anfänger gesellt sich ein Instructor. Er zeigt nicht nur, wie man sich am besten in der tosenden Luft bewegt, sondern schnappt sich den Schützling auch, sollte der wirklich mal abdriften. „Da kann nichts passieren“, versichert Raidel. „Wir bieten das Erlebnis ja schon für kleine Kinder an – und unser ältester Gast war 80.“ Der Trainer ist selbst passionierter Fallschirmspringer, unglaubliche 13 000 Sprünge hat er bereits absolviert. Vom Tunnelfliegen ist er genauso infiziert und betreibt es mit großem Vergnügen seit zwölf Jahren.

Der Trendsport Indoor Skydiving, bisweilen Bodyflying genannt, wurde in den USA entwickelt und erfreut sich zunehmender Beliebtheit, auch bei Zuschauern. Seit 2015 gibt es eine Weltmeisterschaft im Windkanal-Springen. Fabian Raidel glaubt, dass der Sport irgendwann sogar zur olympischen Disziplin avancieren könnte.

Denn anders als das echte Fallschirmspringen bringt der Tauchgang im Windtunnel den attraktiven Sport ganz nah ans Publikum heran – geübte Skydiver vollführen in der gläsernen Röhre spektakuläre Saltos, Pirouetten und Formationen.

Geöffnet ist Windobona Berlin donnerstags bis montags von 9 bis 22 Uhr. Wer nicht auf seinen Flug warten möchte, sollte einen Termin über die Webseite buchen. Für Kurzentschlossene gibt es Tickets vor Ort. Preiswert ist das Flugvergnügen allerdings nicht. Zwei Minuten kosten pro Person 49 Euro, für Kinder ist der Spaß ab 45 Euro zu haben. Spezielle Angebote gibt es für längere Tauchgänge und Gruppen.

Wer sich das Abenteuer nicht sofort zutraut, kann jederzeit vorbeikommen und erst einmal zuschauen, wie andere Menschen sich schlagen. Neuling Karsten Küntzel taucht nach vier Minuten aus dem Windtunnel wieder auf. „Das war super“, schwärmt er und japst ein bisschen. „Ganz schön anstrengend zwar, aber es macht auch unheimlich viel Spaß. Ich komme bestimmt wieder.“

[div class="docTextServiceText"]Weitere Informationen gibt es unter [span class="docTextPhone"][/span]809 33 41 40 und http://www.windobona.berlin[/div]

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