An der Alten Mälzerei geht's voran: 176 Wohnungen und Treffpunkte für Nachbarn geplant

Was aussieht wie ein Kunstwerk, ist in Wahrheit die in weiße Bauplanen eingekleidete Alte Mälzerei. Das Gebäude wird ab 2020 Mittelpunkt des neuen Reviers Lichtenrade.
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  • Was aussieht wie ein Kunstwerk, ist in Wahrheit die in weiße Bauplanen eingekleidete Alte Mälzerei. Das Gebäude wird ab 2020 Mittelpunkt des neuen Reviers Lichtenrade.
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Mit ihrem weißen Kleid erinnert die Alte Mälzerei derzeit ein wenig an die Reichstagsverhüllung 1995. Bauplanen, Gerüste und fleißige Arbeiter belegen: es geht voran. Thomas Bestgen, Geschäftsführer des Projektentwicklers UTB, hat am 17. Oktober über den aktuellen Stand informiert.

„Die Mälzerei prägnant als Burg in der Mitte des neuen Reviers“, lautet die Vision von Bestgen. Vier Wohnhäuser werden um das denkmalgeschützte Gebäude herum neu gebaut. Direkt vor der Alten Mälzerei wird es einen Marktplatz geben. Geplant sind nach derzeitigem Stand 176 Wohnungen. Ein Drittel ist als Sozialwohnraum mit einer Netto-Kaltmiete von 6,50 Euro pro Quadratmeter vorgesehen. Der REWE-Markt in der Steinstraße wird für eines dieser Häuser ein Stück weit verschoben, mit weiteren Wohnungen überbaut und einen Biomarkt als Nachbarn bekommen. Thomas Bestgen befindet sich dafür bereits mit Interessenten im Gespräch.

Das neue Wohnquartier, das eine Mischung aus Wohngemeinschaften, Miet- und Eigentumswohnungen beinhalten wird, soll unter anderem mit Gemeinschaftsräumen inklusive Küche für Nachbarschaftsaktivitäten ausgerüstet werden. Ebenfalls geplant: ein Waschraum in jedem Haus sowie ein Schwimmbad für Aquagymnastik. Optional könnte auf Wunsch der künftigen Bewohner auch eine Sauna und ein Sportstudio eingebaut werden. Dies ließe sich laut UTB alles noch in die Planungen aufnehmen, denn gebaut werden darf erst nach Abschluss des Bebauungsplanverfahrens – und das dauert noch bis 2020. Danach werde es jedoch schnell gehen, verspricht Thomas Bestgen. Da die Abstimmung mit dem Bezirk und dem Senat zur Bebauung des Areals bereits läuft, wissen auch die Architekten schon jetzt, wie es in den künftigen Wohnhäusern aussehen wird.

Gute Nachrichten konnte der Geschäftsführer auch bezüglich des Landhauses neben dem S-Bahnhof Lichtenrade vermelden. Die verfallene Ruine wird gerade saniert. „Wir werden das Haus winterfest machen mit einem neuen Dach und die leider komplett durchgefaulten Holzteile dann auch ausgebaut haben, sodass ich heute schon sagen kann: Das Haus ist gerettet“, so Bestgen. Es soll einen Anbau bekommen und mit einem Biergarten wieder Gäste anlocken.

Die Sanierung des als „Wohnscheibe“ bekannten Wohnhauses zwischen Mälzerei und Bahnhofstraße wurde inzwischen abgeschlossen. Die von dichtem Baumwuchs gekennzeichnete Fläche davor und neben dem Landhaus soll zu einem Stadtplatz ausgestaltet werden. Dafür sollen sämtliche Zäune weg, die das Areal noch umschließen. Mit der Deutschen Bahn wird darüber verhandelt, nahe dem Bahnhof einen weiteren Zugang zu bekommen. Nach Aufforderung des Bezirks wird die UTB außerdem neue Einzelhandelsflächen ausweisen.

Thomas Bestgen betonte außerdem, dass es wichtig sei, verschiedene soziale Träger und deren Angebote in das neue Revier zu integrieren. Mit zweien sind die Planungen bereits fortgeschritten: „Die Kurve GmbH“ und die „Aktion Weitblick“, die Betreuung und Beratung für Menschen mit psychischen bzw. kognitiven Beeinträchtigungen anbieten. Deren Geschäftsführerinnen Marita Drischel und Gabriela Bäumker wollen in Zusammenarbeit mit der UTB ein kleines Café in der Alten Mälzerei sowie einen Freizeitklub eröffnen. Wichtig sei vor allem, und darin sind sich alle einig, dass sich ein Sozialraum an der Bahnhofstraße entwickelt.

Autor:

Philipp Hartmann aus Tempelhof

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