125 junge Pflanzen als Beitrag zum Naturschutz
Goerzwerk und Assa Abloy schaffen Lebensraum für Insekten und Vögel

Goerzwerker Anusch Guyenz, Jürgen Krühn und Andreas Frädrich pflanzten insektenfreundliche Sträucher auf dem Industriegelände an der Goerzallee.
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  • Goerzwerker Anusch Guyenz, Jürgen Krühn und Andreas Frädrich pflanzten insektenfreundliche Sträucher auf dem Industriegelände an der Goerzallee.
  • Foto: K. Rabe
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Dass in ihrem Industriegebiet der Umwelt- und Naturschutz hohen Stellenwert genießt, wollen die Mitarbeiter des Goerzwerkes zeigen. Gemeinsam mit dem benachbarten Unternehmen Assa Abloy und der Umweltorganisation Wilderness International wurde kürzlich zu Hacke und Spaten gegriffen und 125 junge Sträucher und Gehölze angeplanzt.

Unter anderem Vogelbeere, Schlehe, Holunder und Wildrosen wachsen nun auf dem Industriegelände. „Das alles sind insektenfreundliche Pflanzen, die zukünftig Vögel und Bienen anlocken sollen“, sagt Andreas Frädrich. Der ausgebildete Landschaftsgärtner der ein Urban Farming Projekt auf dem Dach des Goerzwerkes betreibt, weiß genau welche Sträucher sich für das Gelände besonders gut eignen. Die Grünflächen mit einigen großen Bäumen seien nicht besonders nachhaltig und ökologisch nicht sehr wertvoll. Das soll sich nun ändern. Mitarbeiter aus beiden Unternehmen packten mit an, um Lebensraum für Insekten und Vögel zu schaffen und somit zum Erhalt der Artenvielfalt beizutragen. Was jetzt noch kaum auffällt, wird im kommenden Frühjahr zu sehen sein. Dann werden die jungen Sträucher ihr erstes Grün tragen.

Die Pflanzaktion war ein Höhepunkt der ersten Greenweek, die das Goerzwerk und Assa Abloy ins Leben gerufen hatte. Dabei ging es um Nachhaltigkeit im Industriegebiet und um die vom Goerzwerk angestrebte CO2-Neutralität. „Ab 2020 soll das Goerzwerk CO2-neutral sein. Das bedeutet, dass jeder Mieter seine persönliche Klimabilanz verbessert, in dem er ein Stück Regenwald in der Größe seiner Gewerbefläche durch eine Patensc haft schützt“, erklärt Hans Dierstein von der Stiftung Wilderness International. Das Goerzwerk hat gemeinsam mit der Stiftung das Regenwald-Projekt „Wildwerk“ ins Leben gerufen. Innerhalb des Projektes sind im Goerzwerk ansässige Unternehmen aufgerufen, eine Patenschaft für ein Stück Regenwald abzuschließen und damit für den Erhalt des besonders wertvollen und gefährdeten Regenwaldes in Kanada beizutragen. Pate wird man, indem man den Kauf eines Landstückes in der kanadischen Wildnis in der Größe seines Unternehmens finanziert. Ein Quadratmeter kostet gerade mal 80 Cent. „Seit unserer Gründung im Jahr 2008 konnten wir mit Schulen, Unternehmen und Privatpersonen rund 3,16 Millionen Quadratmeter kanadischen Regenwald per Grundbucheintrag kaufen und unter Schutz stellen. So können wir einzigartige Wildnisgebiete für nachkommende Generationen bewahren“, sagt Dierstein.

„Bis Jahresende wird das Goerzwerk mindestens 30 000 Quadratmeter unberührte Wildnis im temperierten Regenwald Kanadas vor Kahlschlag und Zerstörung schützen“, informiert Goerzwerk-Gründer Silvio Schöbinger. Die Fläche entspricht der Grundfläche des gesamten Goerzwerkes. Die Wildwerk-Fläche des Goerzwerkes gedeiht im Land der Wapitis. Das Areal beeindruckt besonders mit Jahrtausend alten Baumriesen. Es ist Refugium für unzähligen Pflanzen- und Tierarten. Alle Wildwerk-Paten erhalten eine personalisierte Urkunde mit einem Luftbild der von ihnen geretteten Fläche.

Mehr Informationen zum Regenwald-Projekt „Wildwerk“ gibt es im Internet auf https://www.goerzwerk.de/wildwerk/ und zu Wilderness International auf www.wilderness-international.org.

Autor:

Karla Rabe aus Steglitz

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