Judomuseum feiert Jubiläum

Zu Lothar Nests Raritäten zählen auch einige Exponate, die der russische Präsident Wladimir Putin ihm überlassen hat.
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Mariendorf. „Da staunen sogar die Erfinder des Judo, die Japaner“, freut sich Lothar Nest. Dieser Tage feiert Nest das zehnjährige Bestehen seines „1. Judo-Welt-Museums“ als Bestandteil der Nest-Sportschule.

Anfang November 1973 gründete Nest in Mariendorf seine erste Sportschule. Nach einigen Standortwechseln ist sie eine inzwischen weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Institution in Alt-Mariendorf 21. Außerdem hat Nest 2006 dort das 1. Judo-Welt-Museum eröffnet, das mittlerweile mit beinahe 20 000 Exponaten aller Art glänzt. Zum Beispiel haben viele national und international bekannte Sportstars ihre Medaillen, Urkunden, Pokale, Trikots und ähnliches zur Verfügung gestellt. Auch vom russischen Präsidenten Wladimir Putin, der selbst Juoka ist, hat Lothar Nest einige Exponate in seiner Sammlung. Dazu gibt es unzählige Zeitungsausschnitte, Fotos, Plakate, Dokumente und vieles mehr zu besichtigen. Das Museum ist in der Regel montags bis freitags jeweils von 15 bis 21 geöffnet. Der Eintritt ist frei, aber Anmeldung unter  705 41 28 wird erbeten.

In internationalen Kampfsportkreisen ist Lothar Nest (72) eine lebende Legende und ganz oben auf dem internationalen Judoka-Olymp. Mit seinem 9. Dan im Judo und dem 9. Dan in Martial Arts (fünf verschiedene Kampfsportarten inklusive Jiu Jitsu) zählt Nest in beiden Disziplinen zur absoluten Weltspitze. Den rot-weiß gestreiften Judogürtel sowie den knallroten Jiu-Jitsu-Gürtel dürfen sich weltweit nur ganz wenige Elite-Kämpfer umbinden. Mehr noch: Mit der Verleihung eines zweiten 9. Dan ist Nest wahrscheinlich der einzige Kampfsportler weltweit, der sich gleich zwei dieser knallroten Gürtel umbinden darf. Experten ist jedenfalls kein vergleichbarer Fall bekannt. HDK

Weitere Informationen: www.lothar-nest.de.
Autor:

Horst-Dieter Keitel aus Tempelhof

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