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Finanzmittel für die Sanierung öffentlicher Gebäude drohen zu verfallen

Dem Gebäudemanagement des Bezirksamtes fehlt es an Personal. Dadurch droht sich die Sanierung von Schulen und anderen Bezirksamtsgebäuden zu verzögern.

Berlin hat viele Jahre Personal in der Verwaltung abgebaut. Dadurch hat auch  die Belastung der Mitarbeiter im Gebäudemanagement des Bezirksamtes zugenommen. Inzwischen aber stellt der Senat wieder mehr Finanzmittel für die Gebäudesanierung bereit. Diese zu investieren ist jedoch nicht möglich, weil keine Planungen erarbeitet werden können. Das geht aus einer Antwort von Bügermeisterin Dagmar Pohle (Die Linke) auf eine Kleine Anfrage des CDU-Bezirksverordneten Matthias Kräning hervor.

Das Gebäudemanagement des Bezirksamtes an der Premnitzer Straße hat knapp 120 Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr bewilligte der Senat sechs neue Stellen. Sie waren bis Anfang April fast alle besetzt. Für die geplante Sanierung des alten Marzahner Rathauses schuf das Bezirksamt eine weitere neue Stelle. Das Auswahlverfahren läuft dazu.

Dennoch fehlt es weiter an Personal, weil das Volumen der Baumaßnahmen sprunghaft angestiegen ist. Eine Reihe von Mitarbeitern hat das Rentenalter erreicht oder steht kurz davor. Der Krankenstand in der Verwaltung betrug im vergangenen Jahr durchschnittlich rund 35 Prozent. Frei werdende Stellen lassen sich nicht schnell besetzen, weil sich nicht genügend geeignete Bewerber finden. Gegenwärtig fehlen allein elf Bauingenieure.

Bisher konnten nicht investierte Finanzmittel meistens in jeweils nächstfolgende Haushaltsjahre übernommen werden. „Ein Teil der nicht verausgabten Mittel droht jedoch zu verfallen“, erklärt Pohle. In welchem Umfang das geschehen werde, ließe sich jedoch zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht sagen.

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