So schön wie noch nie
Sonnengarten und Bruno-Baum-Grünzug eingeweiht

Der Bruno-Baum-Grünzug glänzt jetzt wieder.
18Bilder
  • Der Bruno-Baum-Grünzug glänzt jetzt wieder.
  • Foto: Philipp Hartmann
  • hochgeladen von Philipp Hartmann

Mit einem Nachbarschaftsfest sind der umgestaltete Bruno-Baum-Grünzug und der neue Sonnengarten an der Martha-Arendsee-Straße eingeweiht worden. Neue Spielgeräte für Kinder, Hollywoodschaukeln, Picknickinseln aus Holz, neue Sitzbänke, Gehwege und Blumenbeete sorgen für deutlich mehr Aufenthaltsqualität.

Von den Planern wird das Areal wahlweise als „Freizeitoase“ oder „Open-Air-Wohnzimmer“ bezeichnet. Im vergangenen Jahr wurde durch Planungen des Straßen- und Grünflächenamts mit der Generalüberholung des Bruno-Baum-Grünzugs begonnen.

An fünf Meter langen Tischen kann Schach gespielt werden.
  • An fünf Meter langen Tischen kann Schach gespielt werden.
  • Foto: Susanne Schnorbusch
  • hochgeladen von Philipp Hartmann

Die vorhandenen Spielplätze wurden seitdem erweitert. Neben dem bereits bestehenden Quartiersplatz wurde ein weiterer öffentlicher Platz geschaffen mit verschiedenen Möglichkeiten für Sport und Freizeitaktivitäten. Es gibt dort nun neue Sitzbänke und Tische mit zwei integrierten Schachbrettern. Dutzende von Pilzbefall beschädigte Pappeln mussten gefällt, klimaresistente Arten nachgepflanzt werden.

Abhängen in bunten Röhren. Kinder testen die neuen Geräte.
  • Abhängen in bunten Röhren. Kinder testen die neuen Geräte.
  • Foto: Philipp Hartmann
  • hochgeladen von Philipp Hartmann

Finanziert wurde der Grünzug mit rund 2,2 Millionen Euro aus dem Bund-Länder-Programm „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“, wobei der Bund einen Anteil von 75 Prozent übernimmt. Ende des Jahres soll alles endgültig fertig sein. Bürgermeisterin Dagmar Pohle (Linke) berichtete von einer Frau, die bereits seit 42 Jahren dort wohne und zu ihr gesagt habe: „So schön wie jetzt war es noch nie.“ Diese Aussage habe sie sehr gerührt.

Wild wachsen die Blumen im Sonnengarten.
  • Wild wachsen die Blumen im Sonnengarten.
  • Foto: Susanne Schnorbusch
  • hochgeladen von Philipp Hartmann

Der Sonnengarten ist Teil des Bruno-Baum-Grünzugs und der dritte sogenannte Paradiesgarten im Bezirk. Konzipiert haben ihn Susanne Schnorbusch und ihr Team. Die Projektleiterin und selbstständige Architektin hat 2019 bereits den Naschgarten an der Schönagelstraße sowie 2020 den Panoramagarten am Hellersdorfer Graben eröffnen können.

Alle drei Paradiesgärten kosteten zusammen 407 000 Euro. Sie wurden jeweils mit den Anwohnern vor Ort gemeinsam entwickelt, denn sie sollen sich darum kümmern, dass die Gärten auch in Zukunft in einem guten Zustand bleiben. Im Panoramagarten nahe dem U-Bahnhof Louis-Lewin-Straße ist das nicht besonders gut gelungen, denn dort war es nicht möglich, einen Wasseranschluss zu realisieren. Im Sonnengarten neben der Gemeinschaftsunterkunft Paul-Schwenk-Straße und dem Victor-Klemperer-Kolleg gibt es dagegen einen. Schnorbusch sieht dort zugleich eine aktivere Nachbarschaft. Außerdem wird sich dort das Straßen- und Grünflächenamt um die Pflege kümmern.

Eine von drei Picknickinseln inmitten der Blumenbeete.
  • Eine von drei Picknickinseln inmitten der Blumenbeete.
  • Foto: Philipp Hartmann
  • hochgeladen von Philipp Hartmann

Die Fläche, auf der seit November der Sonnengarten entstand, war laut der Architektin „komplett in die Jahre gekommen, um es höflich auszudrücken“. Es habe wenig ansehnliche Betonpalisaden gegeben. Die vorhandenen Skulpturen des Künstlers Dieter Duschek seien kaputt gewesen. Er habe sie deshalb restauriert und jetzt wieder neu aufgestellt.

Mit den Kindern der Gemeinschaftsunterkunft wurde ein Paradiesvogel aus Draht und Melaminpapier gebastelt. Eine wasserfeste Variante dieser Skulptur soll noch aufgestellt werden und zukünftig als Box für Gartengeräte dienen. Bürger können sich die Geräte zur Pflege der Anlage herausnehmen.

An dieser "WeWatt Bench" kann Strom zum Handyaufladen erzeugt werden.
  • An dieser "WeWatt Bench" kann Strom zum Handyaufladen erzeugt werden.
  • Foto: Philipp Hartmann
  • hochgeladen von Philipp Hartmann

An einer „WeWatt Bench“ kann durch Treten in die Pedale Strom erzeugt und damit gleichzeitig das Handy aufgeladen werden. Drei Picknick-Plateaus versinken förmlich zwischen Sonnenblumen, Rosen, Lavendel und Kräutern. Ringsherum wurden Kieselsteine verlegt. Manche Anwohner hätten sich bereits beschwert, weil das Betreten Lärm verursacht. „Kiesflächen sind am wasserdurchlässigsten. Wir wollten nicht noch eine große Fläche versiegeln, deswegen haben wir dieses Material gewählt“, erklärt Susanne Schnorbusch.

Eine Litfaßsäule am Vorplatz informiert Spaziergänger über die Entstehung des neugestalteten Areals und die  Namensgeber der umliegenden Straßen.
  • Eine Litfaßsäule am Vorplatz informiert Spaziergänger über die Entstehung des neugestalteten Areals und die Namensgeber der umliegenden Straßen.
  • Foto: Philipp Hartmann
  • hochgeladen von Philipp Hartmann

Eine weitere Besonderheit ist die errichtete Litfaßsäule am Vorplatz in der Martha-Arendsee-Straße mit zwei Dauerplakaten. Sie informiert Spaziergänger nicht nur über die Entstehung des neugestalteten Anwohnerparks. In Kurzporträts werden auch die Persönlichkeiten vorgestellt, nach denen im Kiez Straßen und Plätze benannt wurden. Darunter befinden sich die Politiker Bruno Baum, Paul Schwenk und Martha Arendsee, Professor Victor Klemperer, Schauspieler Wolfgang Langhoff sowie das Paar Dorothee Poelchau, eine Bibliothekarin, und Harald Gunther Poelchau, ein evangelischer Theologe. Viele von ihnen waren NS-Widerstandskämpfer.

Autor:

Philipp Hartmann aus Köpenick

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

27 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Beitragsempfehlungen

WirtschaftAnzeige
Wer sein Altmetall loswerden möchte, ist bei der Firma Peglow in der Soltauer Straße 27-29 genau an der richtigen Adresse.

Peglow Schrott und Metall
Bares für Schrott und Metall

Wer sein Altmetall loswerden möchte, ist bei der Firma Peglow in der Soltauer Straße 27-29 genau an der richtigen Adresse, denn hier gibt es Bargeld bei der Abgabe von Kupfer, Messing, Edelstahl, Aluminium, Zink, Blei oder Eisen sowie für Kabel. Die Mindestmenge, die abgegeben werden muss, beträgt dabei drei Kilogramm. "Für größere Mengen wird Ihnen von uns ein Container zum Sammeln zur Verfügung gestellt. Je nach Schrottmenge handelt es sich um Absetzcontainer (Mulden) oder Abrollcontainer,...

  • Bezirk Reinickendorf
  • 02.12.21
  • 23× gelesen
WirtschaftAnzeige
Das Team von Optik an der Zeile.

Optik an der Zeile
Besuchen Sie die 10. Brillenmesse vom 2. bis 4. Dezember 2021

Wir feiern unsere 10. Brillenmesse vom 2. bis 4. Dezember 2021 in den neuen Räumlichkeiten. Feiern Sie mit uns! Wir bieten Ihnen die gesamte Kollektion namhafter Designer. Baldessarini, Betty Barclay, Blackfin, Jaguar, Swarovski und Tom Tailor, alles nur bei uns! Eine riesige Auswahl und attraktive Angebote: Den gesamten Dezember bieten wir Ihnen einen Advents- und Weihnachtsrabatt von 15 %. Wer sich zur Messe entschließt eine neue Brille zu ordern, bekommt 20 % Nachlass auf die gesamte Brille....

  • Bezirk Pankow
  • 02.12.21
  • 23× gelesen
WirtschaftAnzeige
Stimmungsvoll und sicher: Der Spandauer Weihnachtsmarkt auf der Zitadelle hat bis 23. Dezember geöffnet.
10 Bilder

Lichterzauber Zitadelle
Spandauer Weihnachtsmarkt freut sich auf Besucher

Glück im Unglück: Nachdem aufgrund der Corona-Bestimmungen die Durchführung des traditionellen Spandauer Weihnachtsmarkts in der Spandauer Altstadt nicht möglich ist, fand sich eine wunderbare Alternative: Bis 23. Dezember 2021 dürfen Besucher auf der Zitadelle ein vorweihnachtliches Märchenland bestaunen. Romantisch in die schützenden Mauern der Festung eingebettet, verzaubert der Spandauer Weihnachtsmarkt in diesem Jahr mit stimmungsvollen Hütten, weihnachtlichem Naschwerk, traditionellem und...

  • Bezirk Spandau
  • 25.11.21
  • 500× gelesen

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen