Üble Plätze auf der Reise

Übelkeit gehört für manche bedauernswerte Zeitgenossen auf Reisen dazu wie das Amen in der Kirche. Sie entsteht, wenn das Gehirn widersprüchliche Informationen verarbeiten muss. Bei einer Reise im Auto, Bus oder Schiff meldet das Gleichgewichtsorgan dem Gehirn Bewegungen, etwa wechselnde Körperbeschleunigungen. Die Augen hingegen nehmen keine Bewegung wahr. Die widersprüchlichen Sinneseindrücke führen daher manchmal zu Schwindel, Übelkeit oder gar Erbrechen. Abhilfe schafft oft schon die Wahl des Sitzplatzes: Wer besonders anfällig ist, sollte im Bus direkt hinter der Vorderachse, im Auto auf dem Beifahrersitz und im Schiff oberhalb des Wasserspiegels in der Mitte sitzen. Oft helfe es auch, wenn man aus dem Fenster sieht und die Wolken oder den Horizont betrachtet, rät Lutz Engelen von der Bundesapothekerkammer in Berlin. Nützt das alles nichts, helfen rezeptfreie Arzneimittel gegen Reiseübelkeit. Sie werden am besten vorbeugend eingenommen.

dpa-Magazin / mag

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