Show der Rekorde: Friedrichstadt-Palast ab kommendem Jahr schuldenfrei

Die neue Supershow "The One" im Friedrichstadtpalast bricht alle Zuschauerrekorde. Ihren Beitrag dazu leisten sicher auch die Kostüme von Stardesigner Jan Paul Gaultier.
  • Die neue Supershow "The One" im Friedrichstadtpalast bricht alle Zuschauerrekorde. Ihren Beitrag dazu leisten sicher auch die Kostüme von Stardesigner Jan Paul Gaultier.
  • Foto: AFP PHOTO / TOBIAS SCHWARZ
  • hochgeladen von Simone Gogol-Grützner

Mitte. Die neue Megashow „The One Grand Show“ beschert dem Friedrichstadt-Palast das erfolgreichste Premierenjahr aller Zeiten.

Erst vor dreieinhalb Monaten gestartet, bricht die elf Millionen Euro teure Supershow "The One" alle Rekorde. Exakt 304.284 Tickets wurden bisher für die glamouröse Revue mit 500 futuristischen Kostümen von Stardesigner Jean Paul Gaultier verkauft. Und das, obwohl Premierenjahre (beim Friedrichstadt-Palast sind es alle zwei Jahre, immer die geraden Jahreszahlen) wegen der mehrwöchigen Schließzeiten für Einbau und Proben der neuen Produktion meist zu den schwächeren Wirtschaftsjahren gehören. Doch immer mehr Besucher wollen die Megashows auf der landeseigenen Bühne sehen. Insgesamt besuchten im vergangenen Jahr 468.352 zahlende Gäste das Haus an der Friedrichstraße. Im Vorjahr waren es 470.072, also nur 1.720 Gäste mehr, obwohl wegen der Umbaupause 22 Grand Shows weniger gespielt wurden als 2015.

Palast-Intendant Berndt Schmidt konnte 2016 mit 240 Aufführungen 22,2 Millionen Euro Kartenumsatz machen. „Die Jahresauslastung war mit 87,2 Prozent die beste aller Premierenjahre“, so Schmidt. Als er 2007 seinen Job am Friedrichstadt-Palast antrat, lag der Ticketumsatz noch bei 12,7 Millionen Euro.

Zu den Eigenproduktionen kommen rund 200.000 Gäste der Hausvermietungen wie zum Beispiel zur Berlinale hinzu. Damit liegt der Palast „weiter deutlich auf Platz eins der Berliner und auch der deutschen Bühnen“, teilte der Palast mit. „Jean Paul Gaultier übertrifft alles. Aber 500 derart irrwitzige und teure Maßanfertigungen, das hat es auch noch nie zuvor auf einer Bühne gegeben. Nicht in New York und Paris, auch nicht in Las Vegas“, freut sich Schmidt über seinen jüngsten Coup. Das Revuetheater gehört zu 100 Prozent dem Land Berlin und erhielt 2016 Gelder in Höhe von neun Millionen Euro. 1,5 Millionen Euro gingen als Gebäudemiete zurück ans Land. Mit den 7,5 Millionen Euro für den reinen Spielbetrieb fördert das Land die Shows des jungen Ensembles mit mehr als 250 Kindern zwischen sieben und 16 Jahren.

Im nächsten Jahr will Intendant Schmidt schuldenfrei sein. Dann hat der Palast das 3,5 Millionen Euro-Darlehen für Modernisierung beim Senat in Höhe von 4,5 Millionen Euro, inklusive Zinsen, zurückgezahlt. DJ

Autor:

Dirk Jericho aus Mitte

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