AWO berät im Ankunftszentrum

Mitte. Der Kreisverband Berlin-Mitte der Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat den Zuschlag für die unabhängige Asylverfahrensberatung in der Erstaufnahmeeinrichtung des Ankunftszentrums Berlin erhalten. Zukünftig werden vorerst drei Mitarbeiter die Asylsuchenden im Hangar des Flughafens Tempelhof beraten. Bisher hatte die Beratung das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten Berlin (LAF) übernommen. "Viel mehr als das Auslegen von Flyern war das aber nicht", sagt Yvonne Schulz von der AWO Mitte in der Hochstädter Straße 1. Die drei Mitarbeiter seien eine „deutliche Verbesserung“. Doch das reiche bei den Zahlen der Neuankömmlinge nicht. Im Oktober kamen 1200 Menschen neu nach Berlin. Das sind viel mehr als in den vergangenen Monaten, sagt Sascha Langenbach vom Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF). Der LAF-Sprecher weist den Vorwurf entschieden zurück, dass bisher nur Flyer ausgelegt worden seien. "Wir bieten seit Jahren intensive Beratungen. Dafür gibt es ein Team mit sechs Sozialarbeitern", so Langenbach.
In der neuen AWO-Beratungsstelle im Hangar werden die Menschen über Rechte und Pflichten im Asylverfahren beraten. Die Experten prüfen besondere Schutzbedürftigkeiten und bereiten die Flüchtlinge auf die Anhörung beim BAMF vor. Besonders schutzbedürftige Asylsuchende wie zum Beispiel Menschen mit Behinderung können an entsprechende Netzwerkpartner vermittelt werden. Die Beratungsgespräche finden mit Übersetzung in der jeweiligen Muttersprache statt, sind vertraulich und kostenlos. DJ

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