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Zahl der Trauungen in Mitte geht zurück

Die Zahl der Eheschließungen und geschlossenen Lebenspartnerschaften ist in den vergangenen zwei Jahren im Bezirk Mitte im Gegensatz zu allen anderen Bezirken deutlich zurückgegangen.

Das geht aus einer Statistik hervor, die Justiz-Staatssekretärin Martina Gerlach auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Sebastian Schlüsselburg zum Thema Eheschließungen und Ehescheidungen veröffentlicht hat. Demnach wurden in den Jahren 2007 bis 2017 in Berlin 125 684 Ehen und 7612 Lebenspartnerschaften geschlossen.

In Mitte waren das in den zehn Jahren 13 825 Ehen (Platz zwei hinter Charlottenburg-Wilmersdorf mit 17 945 Ehen) und 1049 Lebenspartnerschaften (Platz drei hinter Tempelhof-Schöneberg mit 1537 und Charlottenburg-Wilmersdorf mit 1240). Wurden zwischen 2008 und 2015 im Standesamt Mitte immer zwischen 1333 und 1572 Ehen pro Jahr geschlossen, waren es 2016 nur noch 996 und 2017 nur noch 834 Eheschließungen.

Womit der Rückgang zusammenhängt, geht aus der Antwort von Staatssekretärin Gerlach nicht hervor. Er hat aber wahrscheinlich mit den chaotischen Zuständen im Standesamt Mitte zu tun. Wegen Personalmangel war es in den vergangenen beiden Jahren sehr schwierig, einen Termin im Standesamt zu bekommen. Auch die Lebenspartnerschaftsregistrierungen sind in Mitte 2016 (71) und 2017 (46) drastisch zurückgegangen. In den Vorjahren waren es immer über 100.

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