Grundschüler laufen 1200 Kilometer für ihr Moa-Boot

Auch die beiden Schüler Jasper und Valentin bewiesen beim Spendenlauf Durchhaltevermögen.
  • Auch die beiden Schüler Jasper und Valentin bewiesen beim Spendenlauf Durchhaltevermögen.
  • Foto: Christian Walburg
  • hochgeladen von Karen Noetzel

Moabit. "Wer nicht dabei war, hat etwas verpasst", meint Christian Walburg. Der Vorstand des Fördervereins der Moabiter Grundschule ist begeistert vom Spendenlauf der Schüler.

Die rund 500 Kinder hätten eine "sensationelle Leistung" erbracht, lobt Christian Walburg. Die Schüler der Moabiter Grundschule haben am 29. Mai im Poststadion viel Durchhaltevermögen bewiesen. Sage und schreibe 3000 Runden sind sie gelaufen. Eine Runde ist immerhin 400 Meter lang. Das macht 1200 Kilometer. Unter den Sechstklässern liefen einige mehr als 30 Runden. "Die ganze Schule hat an einem Strang gezogen", freut sich der Vorstand der "Moabiter Freunde". Ziel der Sportveranstaltung war es, Geld für das bisher größte und ehrgeizigste Projekt des Fördervereins zu sammeln. Das vor einiger Zeit abgewrackte Kletterschiff im Schulhof, das Wahrzeichen der Schule an der Paulstraße, soll wieder flottgemacht werden. Etwa 50 000 Euro wird das kosten. 20 000 Euro geben die Schule und der Bezirk. Den Rest aber müssen die "Moabiter Freunde" stemmen. Der Spendenlauf ist eine Aktion von mehreren, damit das Vorhaben gelingt. Ein erster Aufruf unter Eltern, Lehrkräften und Erziehern brachte bereits 6000 Euro ein. Zudem hat der Verein unter www.betterplace.org/p26902 zu Spenden im Internet aufgerufen. Inzwischen ist auf diese Weise bereits der Mast für das Kletterschiff zu 31 Prozent finanziert.

Angefeuert von Eltern, Lehrern, Erziehern und Freunden waren die Kinder rund drei Stunden auf der Laufbahn. Alle Schulklassen gingen geschlossen an den Start. Den Spendenlauf hatte Schulleiterin Undine Zeibig organisiert. Es war eine Schulveranstaltung, also für alle Pflicht.

Jeder Schüler hatte in seinem Bekanntenkreis nach geeigneten Sponsoren gesucht, die pro gelaufene Runde einen bestimmten Betrag spendeten. Wer keinen Sponsor gefunden hatte, dem half das Lehrerkollegium mit einem eigenen Spendentopf. Für jede Runde gab es einen Euro.

Mitglieder des Schulfördervereins haben über das Wochenende die Rundenzettel ausgewertet. Am Sonntagabend stand das Ergebnis fest. Wenn sich alle Sponsoren an ihr gegebenes Versprechen halten, haben sich die Kinder einen vierstelligen Betrag erlaufen. Christian Walburg hofft auf rund 5000 Euro und wünscht sich "Mut zur Wiederholung" des Spendenlaufs. Denn schließlich gebe es in der Schule immer etwas zu finanzieren.

Karen Noetzel / KEN
Autor:

Karen Noetzel aus Schöneberg

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