Was halten Sie von neuen Hochhäusern?
Bürger können sich zur Studie für das urbane Zentrum äußern

An der Zingster Straße, unweit vom Prerower Platz stehen bereits einige Punkthochhäuser, die in den 1980er Jahren gebaut wurden.
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  • An der Zingster Straße, unweit vom Prerower Platz stehen bereits einige Punkthochhäuser, die in den 1980er Jahren gebaut wurden.
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Am Prerower Platz soll in den nächsten Jahren das „Urbanen Zentrum Neu-Hohenschönhausen“ entstehen. Um zu erfahren, was die Bewohner von der nunmehr vorliegenden Hochhausstudie halten, hat das Bezirksamt einen Online-Dialog gestartet.

Auf https://mein.berlin.de/vorhaben/2020-00104/ können sich Bürger bis Ende Februar zur geplanten Bebauung im Bereich des Prerower Platzes äußern. Sie sind aufgerufen, ihre Vorstellungen zur Nutzung der neuen Häuser einzubringen und Vorschläge zu kommentieren. Der Online-Bürger-Dialog basiert auf den Ergebnissen der Studie, die zur Bebauung zwischen Zingster Straße und Bahngleisen durchgeführt wurde und deren Ergebnisse auf Plattform vorgestellt werden

Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung fließen in ein Konzept zur baulichen und freiräumlichen Entwicklung des neuen Stadtteilzentrums ein. Der städtebaulich-freiraumplanerische Wettbewerb dazu wird von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt ausgelobt und soll im Frühjahr starten.

„Die Entwicklung um den Prerower Platz bietet die einmalige Möglichkeit, ein Stadtteilzentrum auf landeeigenen Flächen zu schaffen“, erklärt Bürgermeister Michael Grunst (Die Linke). „Es soll ein echtes Stadtteilzentrum mit kurzen Wegen und vielfältiger Nutzung entstehen, dass einen lebenswerten Raum für alle schafft.“ Kevin Hönicke (SPD), Stadtrat für Stadtentwicklung, ergänzt: „Gerade bei einem so großen Projekt, mit so vielen unterschiedlichen Entwicklungsmöglichkeiten, muss frühzeitig gesichert sein, dass die Planung nicht an den Bedarfen der Bürgerinnen und Bürger vorbeigeht. Und niemand kennt diese Bedarfe besser als die Menschen vor Ort. Deshalb ist es mir sehr wichtig, dass wir als Bezirk die Beteiligung auch in Corona-Zeiten aktiv vorantreiben.“

Gravierende städteräumliche Defizite

Die in Vorbereitung des Wettbewerbs durchgeführte Hochhausstudie prüfte die Eignung des Wettbewerbsgebiets anhand des Hochhausleitbilds Berlin. Es wurde untersucht, ob das Wettbewerbsgebiet aufgrund der städtebaulichen Körnung im Umfeld, seiner Funktion als Stadtteilzentrum und der Erschließungssituation die Anforderungen grundsätzlich erfüllt.

Die Umgebung des Prerower Platzes bildet bereits heute das Stadtteilzentrum von Neu-Hohenschönhausen. Wichtige Anziehungspunkte sind das Linden-Center, die Anna-Seghers-Bibliothek und das Kino CineMotion. Der Bereich zwischen Zingster Straße und Bahngleisen weist allerdings seit vielen Jahren gravierende stadträumliche Defizite auf, schätzen Senatsverwaltung und Bezirksamt ein. Die überdimensionierte Falkenberger Chaussee sowie Brachflächen dominieren den öffentlichen Raum. Gleichzeitig bieten die überwiegend landeseigenen unbebauten Flächen die Chance für eine funktionale und bauliche Weiterentwicklung. Deshalb soll dieses Gebiet städtebaulich entwickelt werden.

Damit Bürgerinteressen im Wettbewerbs- und Planungsverfahren einfließen, sucht die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen zwei Bürgervertreter, die sich beratend beteiligen. Interessierte müssen in Neu-Hohenschönhausen wohnen, gut über ihren Stadtteil Bescheid wissen sowie Zeit und Motivation für den Planungsprozess mitbringen. Durch ihre Kenntnisse über das, was den Stadtteil ausmacht, bilden sie das Bindeglied zwischen den fachlichen Preisrichtern sowie den Anwohner.

Bewerbungen sind bis 28. Februar möglich: https://bwurl.de/165a/.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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