Fakten-Check mit der Buzzard-App
Startup will Schüler bei der Orientierung in der Vielfalt der Medien unterstützen

Die Buzzard-App hilft Schülern beim Gegenchecken von Informationen.
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  • Die Buzzard-App hilft Schülern beim Gegenchecken von Informationen.
  • Foto: Buzzard/Birgitt Liegmann
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Fake News, Filterblasen, Verschwörungstheorien: Nicht erst seit Beginn der Corona-Pandemie, aber seit dem verstärkt, tauchen diese Begriffe in der öffentlichen Diskussion auf.

Stimmen die Informationen, die durch Fernsehsender, Rundfunkstationen, Presse und vor allem im Internet verbreitet werden? Wie lassen sie sich in das eigene Informationsgefüge einordnen? Welchen Informationen kann man vertrauen, bei welchen Quellen sollte man vorsichtig sein? Wenn Erwachsene mit Lebenserfahrung schon Schwierigkeiten haben, diese Fragen für sich zu beantworten, wie mag es da erst jungen Leuten gehen, die erst begonnen haben, sich in dieser Welt zu orientieren.

Test an drei Oberschulen

Damit Jugendliche sich in der Welt der Medienvielfalt besser orientieren können, hat das Berliner Journalismus-Startup-Unternehmen The Buzzard UG eine App, die Buzzard-App entwickelt. Sie soll jungen Leuten ermöglichen, selbst Faktenchecks durchzuführen, um Fake News zu erkennen und auch, um ihre eigene Filterblase aufbrechen zu können. In Berlin wird die Buzzard-App in einem gemeinnützigen Pilotprojekt an drei Oberschulen gerade getestet. In Workshops spricht Buzzard-Schulprojekt-Koordinatorin Josephine Macfoy mit Schülern darüber, wo und wie sie ihre Informationen beziehen, was eine Filterblase überhaupt ist und worauf man bei Posts in sozialen Medien achten sollte. Und sie erklärt natürlich, wie die Buzzard-App zu nutzen ist und wie man mit ihr Fakten checken kann.

Neben dem Campus Rütli in Neukölln und der Schule am Berlinickeplatz in Tempelhof gehört die Fritz-Reuter-Oberschule in Neu-Hohenschönhausen zu den Pilotschulen. Hier führte Josephine Macfoy einen Workshop in einem Politikkurs mit Schülern der Klassen 11 und 12 durch, denn Ziel des Startups ist es, die Buzzard-App als Lehrmittel zu etablieren.

Spitzenreiter ist Instagram

Die meisten Schüler in diesem Kurs informieren sich über das Internet, vor allem in sozialen Medien über das aktuelle Geschehen in der Stadt, in Deutschland und in der Welt. Spitzenreiter ist Instagram. Gegengecheckt werden vor allem Nachrichten, die auf den ersten Blick unrealistisch erscheinen. Außerdem schauen die Schüler schon genauer, von wem die Posts stammen. Dass aber auch mit auf den ersten Blick reellen Informationen politische Meinungen, Fake News oder einseitige Darstellungen von Sachverhalten verbreitet werden, stellt die Workshop-Leiterin dann an einigen Beispielen vor.

Wie die Buzzard-App beim Gegenchecken von Informationen unterstützen kann, vermittelt sie im weiteren Verlauf. „Wir haben eine App entwickelt, die Positionen aus dem ganzen politischen Spektrum zu aktuellen Themen im Überblick zeigt, inklusive eines Faktenchecks zu den jeweiligen Positionen“, sagt Macfoy. „Mit dieser App üben Jugendliche an Schulen nun, Filterblasen aufzubrechen, Verschwörungstheorien zu entlarven und mehr Verständnis für die Positionen von Andersdenkenden zu entwickeln.“ Ziel des Projekts sei es, die App als digitales Mittel für Medienkompetenz, nah am Alltag junger Menschen, in ganz Deutschland einzusetzen, so die Buzzard-Schulprojekt-Koordinatorin weiter.

Schüler sowie Lehrkräfte an weiterführenden allgemeinbildenden Schulen in Berlin können sich unter www.buzzard.org/schulprojekt anmelden und die App kostenlos nutzen.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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