Junge Leute in alten Fabrikhallen: Kreativunternehmen J2C auf dem Gelände der Geyer Filmwerke

Die Buwog-Geschäftsführer Alexander Happ (l.) und Jörg Koslowsky (r.) eröffnen mit Bürgermeisterin Franziska Giffey die Firmenräume für Journey 2 Creation (J2C).
  • Die Buwog-Geschäftsführer Alexander Happ (l.) und Jörg Koslowsky (r.) eröffnen mit Bürgermeisterin Franziska Giffey die Firmenräume für Journey 2 Creation (J2C).
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Neukölln. Auf dem Gelände der ehemaligen Geyer- Filmwerke ist wieder Leben eingezogen. Am 19. August feierte das Unternehmen Journey 2 Creation GmbH seinen Einzug in das ehrwürdige Gebäude in der Harzer Straße 39.

In dem roten Backsteingebäude wurde einst Berliner Filmgeschichte geschrieben. Jetzt sind dort 20 Arbeitsplätze für das junge Neuköllner Beratungsunternehmen Journey 2 Creation (J2C) entstanden. Künftig sollen dort auch neue Wohnungen entstehen und weitere Dienstleistungs- und Kreativunternehmen angesiedelt werden.

Das Beratungsunternehmen „Better Today“ benannte sich in Journey 2 Creation um und ist aus der Okerstraße in die Räumlichkeiten der ehemaligen Geyer-Filmwerke gezogen. „Nach dem Studium gründeten wir unser eigenes Unternehmen, um unsere Ideen zu verwirklichen", erklärt Jörg Koslowsky, einer von fünf Geschäftsführern.

Sie beraten Firmen, organisieren Workshops und zeigen, wie sich Unternehmen im modernen Medienzeitalter noch besser präsentieren können. „Wir begleiten Projekte, bieten Strategien an und beraten Führungskräfte“, so Koslowsky.

In den vergangenen Jahren bauten sie sich weltweit einen Kundenstamm auf. Auch die Mitarbeiter der jungen Firma sind international. Sie kommen aus Brasilien, Dänemark und Indien. Das Unternehmen will an die Film-Geschichte anknüpfen. Ein alter Kinosaal wurde schon umgebaut für ein Studio, in dem Workshops und Beratungen stattfinden.

Bei der Eröffnungsfeier sprach Bürgermeisterin Dr. Franziska Giffey von ihren Visionen. Sie hofft, dass in der Harzer Straße wieder bekannte Schauspieler ein- und ausgehen werden. Denn die Geyer-Werke verkörpern Berliner Filmgeschichte und sind die älteste Filmfabrik Deutschlands.

Heute arbeitet dort das größte Synchronisationsstudio Deutschlands, die Interaudio Tonstudio GmbH. Für die Bürgermeisterin ist es wichtig, dass in Neukölln „die Schätze der Vergangenheit mit neuem Leben gefüllt werden.“ Sie spürt auch eine Aufbruchsstimmung im Bezirk. „Vor allem im Norden Neuköllns hat die kreative Szene einen wichtigen Impuls für die Stadtentwicklung und die Wirtschaft gegeben,“ sagt sie.

Immer mehr junge Kreative, Künstler, Studenten und Akademiker zieht es dorthin. „Sie eröffnen ihre Ateliers, Restaurants, Werkstätten, Büros und bringen neue Impulse in den Bezirk“.

Bis Ende 2019 soll in der Harzer Straße ein gemischtes Quartier zum Arbeiten und Wohnen entwickelt werden. Auf dem Areal sind preisgebundene Mietwohnungen, aber auch Eigentumswohnungen geplant. Die denkmalgeschützten Gebäude sollen für gewerbliche Nutzungen erhalten bleiben.

Das denkmalgeschützte Hauptgebäude der Geyer-Werke entlang der Straßenfront wird vollständig bestehen bleiben. Eigentümer ist das Immobilienunternehmen Buwog. Geschäftsführer Alexander Happ betont, „gerade der historische Bezug und die Erhaltung der Bausubstanz aus den 1920er-Jahren mit der Fassade des Backsteinexpressionismus machen den besonderen Charme dieses Standorts aus.“ Happ ist daran interessiert, dass auch Mieter mit neuen Ideen in das Gebäude einziehen.

Das Immobilienunternehmen will insbesondere kleinere Gewerbe, Start-ups und andere Unternehmen unterstützen. Solche Gewerbe „sind mit einer Wohnnutzung problemlos verträglich und tragen zum Erhalt einer lebendigen, urbanen Lebensqualität bei.“ KT

Weitere Informationen auf www.j2c.de.
Autor:

Klaus Teßmann aus Prenzlauer Berg

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