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Zwei junge Frauen berichten als Bloggerinnen aus „Megaschöneweide“

Leo (links) und Meri lieben ihren Kiez. Dazu gehört auch die alte Kabeltrommel des Kabelwerks Oberspree vor dem Industriesalon.
Leo (links) und Meri lieben ihren Kiez. Dazu gehört auch die alte Kabeltrommel des Kabelwerks Oberspree vor dem Industriesalon. (Foto: Ralf Drescher)

Die jungen Frauen haben „Schweineöde“ nicht mehr kennengelernt. Als Leo (37) und Meri (35) kamen, war der Stadtteil auf beiden Seiten der Spree bereits im Aufwind. In ihrem Internetblog „Megaschöneweide“ berichten sie seit 2016 regelmäßig aus ihrem Kiez.

Und die Texte über Kneipen, Künstler, den Industriesalon oder Leute wie eine Maßschneiderin, über den Indoorspielplatz einer Kirchengemeinde oder über einen Mann, der das Schöneweide von 1989 fotografisch bewahrt hat, finden viele Leser.

„Wir sind beide vor einigen Jahren als ,Neue' nach Schöneweide gekommen und haben uns beim Schwangerenjoga kennengelernt. Ich schreibe und fotografiere gern und hatte einen Beitrag über ein Café geschrieben und ins Internet gestellt“, berichtet Meri. Sie wohnt in Niederschöneweide und arbeitet bei einer Behörde. „Und ich habe den Beitrag gelesen und freute mich, dass endlich mal geschrieben wird, wie schön das hier in Schöneweide ist“, sagt Leo.

Geld verdienen die beiden mit ihrem Blog nicht. „Wir wollen keine Werbung im Blog haben“, sagen sie fast gleichzeitig. Bisher konnten sie über jeden schreiben, den sie angesprochen haben, weil sie selbst aufmerksam geworden sind oder Freunde einen Bericht gewünscht haben. „Nur Brian Adams hat uns leider einen Korb gegeben, sein Pressebüro hat nicht einmal auf unsere Anfrage geantwortet“, erzählt Leo.

Und so berichten die beiden einfach weiter, über Menschen hinter der nächsten Ecke, über die Erfolgreichen und auch mal übers Scheitern. Leider hat kürzlich erst das BETT-Café wieder geschlossen. Die Beiträge auf dem Blog „Mewgaschöneweide“ zeigen, wie die beiden jungen Frauen ihren Kiez lieben. „Wenn ich Schöneweide küssen könnte, ich täte es“, schreibt Leo. Und Meri schreibt über sich in der dritten Person: „Immer noch fühlt sie sich jeden Morgen beim Blick aufs Wasser und wenn die Nachtigall am Kaisersteg singt wie im Urlaub.“ Das alte „Schweineöde“, es ist wohl wirklich inzwischen Geschichte.

Lesen Sie selbst: www.megaschoeneweide.de.
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