Filinchen unter Palmen

In der Schule, an der ich ehrenamtlich für Migranten ein bisschen was tue, hat der Lehrer der „Werken“ betreut über die letzten Sommerferien mit Hilfe der Hortkinder, die nicht in Urlaub fahren können einen Hauch Strandleben ins Frühstückszimmer gezaubert.
Ein Raum mit schwebenden Fischen, lachenden Affen und Sonnenschirm.
Der andere Speiseraum ist ein beinahe deutscher Wald mit kauzigen Eulen, Büschen und Hasen.
Und den dritten Aufenthaltsraum hat er mit einem durchlaufenden Moscheenfries garniert.
So können sich die noch schlaftrunkenen Grundschüler in verschiedene heimatliche, befremdliche und ferne Landschaften bei knackenden Filinchen und fliessendem Honig hineinverträumen. Ein Aktivurlaub in einem durchgeschüttelten verwirrenden jungen Leben.
Manchmal setz ich mich einfach rein und träum mich weg.

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