Stadtbad Steglitz erweitert künstlerisches Angebot

Die Künstlerin Ursula Fuchs hat sich mit dem Klavierzyklus "Bilder einer Ausstellung" von Mussorgsky auseinander gesetzt. | Foto: Veranstalter
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Steglitz. Das Alte Stadtbad Steglitz in der Bergstraße 90 ist für Kulturinteressierte längst kein Geheimtipp mehr. Konzerte, Theateraufführungen, Musicals und Lesungen gehören zum festen Programm des Jugendstilbades, das inzwischen zu einem Kulturtreffpunkt geworden ist. Jetzt wird es um eine Attraktion erweitert.

Im Juni öffnet im ehemaligen Kesselhaus des Stadtbades die Galerie "Kunst im Maschinenraum" ihre Pforten. "Wir wollen in der außergewöhnlichen Kulisse regelmäßig außergewöhnliche Kunst zeigen", sagt Gabriele Berger, Inhaberin des Bades. Der ehemalige Maschinenraum wird aber nicht etwa zur Galerie aufgestylt. Vielmehr soll der Raum seinen ursprünglichen Charme behalten. Die Rohre und Leitungen bleiben sichtbar und die langjährige Patina wird nicht übertüncht.

Neben dem Maschinenraum sollen noch zwei weitere Räume für Ausstellungen genutzt werden und somit der gesamt Bereich am hinteren Hof zur "Neuen Galerie" werden.

Drei Mal im Jahr will Gabriele Berger hier Ausstellungen präsentieren. Den Anfang macht ab 7. Juni die Präsentation expressionistischer Malerei von Ursula Fuchs und Nikita Knikta. Unter dem Titel "Mussorgsky meets Don Quichotte" begegnen sich zwei junge Ausnahmekünstler, die sich mit dem Klavierzyklus "Bilder einer Ausstellung" von Mussorgsky und mit der ewig suchenden Gestalt des Don Quichotte künstlerisch auseinandergesetzt haben.

Ursula Fuchs verarbeitet in ihrem Bilderzyklus die einzelnen Aufzüge des Musikstückes sehr abstrakt und farbintensiv. Don Quichotte gehört zu einem der bevorzugten Motive von Nikita Knikta. Der Russe verleiht mit außergewöhnlich schwungvoller und intensiver Linienführung der Figur des Don Quichotte Charakter und Ausdruck.

Insgesamt sind in der neuen Galerie "Kunst im Maschinenraum" 40 Bilder der beiden Künstler zu sehen. Gelegenheit dazu hat man bis zum 27. Juni.

Kurz darauf geht es in der zweiten Ausstellung nicht weniger ausdrucksstark zu. In "King Torro with dangerous fish on his head" zeigt der Künstler Mario Sprinz expressionistische Malerei. Sprinz malt gewaltig, wild, imposant, provozierend und dramatisch. Er zählte 1992 zu den "Neuen Wilden".

Beide Ausstellungen präsentiert das Alte Stadtbad Steglitz in Zusammenarbeit mit dem Forum Kunst & Dialog in München. Die Gesellschaft für interkulturelle Kunstbegegnung vermittelt Ausstellungen und Kontakte zwischen nationalen und internationalen Künstlern, Galerien und öffentlichen Einrichtungen.

Die Ausstellung "Mussorgsky meets Don Quichotte" wird am Freitag, 7. Juni, 19.30 Uhr, eröffnet und ist bis zum 27. Juni zu sehen. Öffnungszeiten: Do, Fr, Sa, So von 16 bis 19 Uhr.
Karla Menge / KM
Autor:

Karla Rabe aus Steglitz

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