„Wir treffen uns am Felsen“
Jugendspielplatz am Rathaus Lankwitz entstand nach Ideen der jungen Nutzer

Oskar und Max (v.l) sind vom Kletterfelsen begeistert.
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  • Oskar und Max (v.l) sind vom Kletterfelsen begeistert.
  • Foto: K. Rabe
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„Wir treffen uns am Felsen.“ Mit diesen Worten könnten sich junge Leute zukünftig verabreden. Treffpunkt ist dann der neue Jugendspielplatz auf der Wiese hinter dem Rathaus Lankwitz. Der Platz wurde nach Ideen von Jugendlichen entwickelt und jetzt übergeben.

„Jugendspielplatz“ steht auf dem Schild am Rande des neuen Platzes mit Kletterparcours, Basektballanlage, Pavillon, Bänken und Kletterfelsen. Für junge Leute sei das ein „komischer Begriff“, findet Jugendstadträtin Carolina Böhm. Doch bei der offiziellen Eröffnung des Areals sagt sie auch, dass es der einzige „Spielplatz“ dieser Art in der Stadt sei. Dennoch soll er umbenannt werden in „Jugendtreffpunkt“, verspricht sie.

Die jugendlichen Nutzer des Platzes freuen sich über ihren neuen Treffpunkt. „Wir sind froh, dass hier was gemacht wurde und auch darüber, dass es so schnell ging“, sagt Benjamin Gantzberg. Der 20-Jährige wohnt in der Nähe und kennt den Platz noch als „Bretterbude“, den sich Jugendliche mit Unterstützung des Bezirks schon Ende der 1990er-Jahre zusammengezimmert hatten. Er wurde im Laufe der Zeit zum beliebten Treffpunkt.

Die alte Bretterbude war in die Jahre gekommen und musste weg. Er war auch dabei, als der erste Ideen-Workshop im März vor Ort stattfand. Die einzige Kritik des jungen Mannes: Der rot-blaue Pavillon entspräche nicht den Erwartungen. Er passe eher auf den Kinderspielplatz ein paar hundert Meter weiter.

So sei das Leben eben, stellt die Stadträtin fest. Nicht alle Wünsche würden gleich in Erfüllung gehen. Aber sie sagt auch zu, dass auf einem noch freien Platz ein Pavillon entstehen könnte, der den Wünschen entspricht. „Vielleicht wird es auch wieder eine Bretterbude.“

Richtig gut sei dagegen der etwa drei Meter hohe Kletterfelsen, der aus Spritzbeton nach den Wünschen der Jugendlichen von Beton-Designern angefertigt wurde. „Der Berg wird sicher viele Jungendliche her locken“, erklärt Carolina Böhm. Auch der Basketspielplatz stand auf der Wunschliste der Jugendlichen. Der Platz ist übrigens nicht eingezäunt. Somit gibt es keine eingeschränkten Nutzungszeiten.

Der neue Jugendspielplatz wurde in nur drei Wochen Bauzeit angelegt. Die Kosten von 70 000 Euro hat der Senat aus dem Spielplatz-Sanierungsprogramm übernommen. Dass dieser Platz für Jugendliche erhalten bleibt, dafür haben sich die Vereine Outreach und Spiel&Action sowie das Kinder- und Jugendbüro (KiJuB) eingesetzt.

Autor:

Karla Rabe aus Steglitz

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