Bundesverdienstkreuz geht an Chefarzt

Über 25 Jahre Engagement für ein würdevolles Leben: Krankenhausoberin Schwester M. Emanuele gratuliert Winfried Hardinghaus zu der Auszeichnung.
  • Über 25 Jahre Engagement für ein würdevolles Leben: Krankenhausoberin Schwester M. Emanuele gratuliert Winfried Hardinghaus zu der Auszeichnung.
  • Foto: Franziskus-Krankenhaus
  • hochgeladen von Karen Noetzel

Tiergarten. Winfried Hardinghaus ist mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet worden, nicht zuletzt, weil er sich für eine humane Sterbebegleitung Betroffener und Angehöriger einsetzt.

Der Professor und Chefarzt am Franziskus-Krankenhaus, einem Akademischen Lehrkrankenhaus der Charité an der Budapester Straße, erhielt die hohe Auszeichnung für seinen langjährigen, häufig ehrenamtlichen Einsatz in der Hospizarbeit und für die Behandlung Schwerst- und Todkranker. „Damit wurde der Mediziner für sein mehr als 25-jähriges Engagement für ein würdevolles Leben bis zuletzt und die Enttabuisierung von Sterben und Tod sowohl in Krankenhäusern als auch in der Gesellschaft geehrt“, sagte Krankenhaus-Sprecherin Corinna Riemer.

1994 hatte der Mediziner Hardinghaus den Verein „Spes viva“ (lebendige Hoffung) gegründet, um auf der Grundlage einer humanen Sterbebegleitung die Situation Sterbender und ihrer Angehöriger zu verbessern. Hardingshaus' Modell haben inzwischen mehr als 15 Krankenhäuser übernommen. Bei der Verleihung durch Bundespräsident Joachim Gauck betonte Winfried Hardinghaus, er nehme die Auszeichnung auch für viele haupt- und ehrenamtlich Tätige entgegen. „Ihre Arbeit verdient hohe Achtung.“

Seit November vergangenen Jahres baut Winfried Hardinghaus im Franziskus-Krankenhaus eine Klinik für Palliativmedizin auf. Das 1908 von der Kongregation der Franziskanerinnen von Thuine gegründete Krankenhaus mit derzeit 210 Betten und seit kurzem eine Einrichtung des Elisabeth Vinzenz Verbundes ist die vierte Klinik, in der Hardinghaus die Palliativmedizin als eigenständigen Fachbereich etabliert. Er folgt dem Prinzip, das Sterben zurück ins Leben zu holen. „Es geht nicht darum, zu heilen, sondern die individuelle Lebensqualität jedes Patienten nach seinen Wünschen und Bedürfnissen zu erhalten und, wenn möglich, zu verbessern“, erläutert Winfried Hardinghaus. 350 Mitarbeiter des Franziskus-Krankenhauses versorgen jährlich über 18 000 Patienten ambulant und stationär. Schwerpunkte der Klinik sind die Innere Medizin, die Urologie und die Chirurgie. Das Franziskus-Krankenhaus ist gefäßmedizinisches Schwerpunktkrankenhaus und betreibt ein Kontinenz-Zentrum. KEN

Mehr zu den Arbeiten des Krankenhauses unter www.franziskus-berlin.de.
Autor:

Karen Noetzel aus Schöneberg

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