Brücke bekam Dämpfer verpasst: Freybrücke hat wieder fünf Spuren

Auf der Freybrücke sind jetzt wieder fünf Spuren befahrbar.
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Wo: Freybrücke, Heerstraße, Berlin auf Karte anzeigen

Über die Freybrücke rollt der Verkehr jetzt wieder fünfspurig – allerdings verspätet. Weil das Geländer Mängel aufwies und die Brücke Schwingungsdämpfer brauchte, verzögerte sich die Freigabe der letzten Fahrspur um gut zwei Monate.

Kurz vor Weihnachten war es soweit. Auf der Freybrücke wurde die fünfte Fahrspur für den Verkehr freigegeben und damit deutlich später als geplant. So hatte es im April, als die Behelfsbrücken zurückgebaut wurden, noch geheißen, die Freybrücke soll bis zum Sommer komplett fertig werden. Schließlich wird an der Brücke seit 2013 gebaut. Doch die Senatsverkehrsverwaltung ruderte wieder zurück und gab Mitte Dezember als Termin für die Freigabe der fünften Spur bekannt.

Grenzwerte überschritten, Schwingungsdämpfer eingesetzt

Für die neuerliche Verspätung nennt Matthias Tang, Sprecher der Senatsverkehrsverwaltung, mehrere Gründe. So mussten an der Brücke im Nachhinein Schwingungsdämpfer montiert werden. Die wurden aber nicht vergessen, sondern im Vorfeld miteingeplant. „Ob eine Brücke solche Schwingungsdämpfer braucht, kann aber erst nach der Inbetriebnahme, also unter der Belastung des Verkehrs festgestellt werden“, bestätigte Tang auf Nachfrage des Spandauer Volksblattes. Bei der Freybrücke wurden die Grenzwerte überschritten, weshalb die Schwingungsdämpfer aus Gründen der Verkehrssicherheit nötig wurden.

Hinzu kamen erhebliche Mängel an der Geländerkonstruktion. Die Baufirma musste deshalb nochmal ran. Inzwischen ist das Geländer aber fertig. Momentan wird eine Fußgängertreppe von der Brücke runter zur Havel gebaut und zwar auf der Heerstraße Richtung Wilhelmstadt. Auch die asphaltierte Baustellenzufahrt im Mahnkopfweg wird zurückgebaut und der Gehweg dort wieder hergestellt. Auch der nördliche Geh- und Radweg dürfte nun fertig sein.

Die neue Freybrücke ist seit Dezember 2016 wieder befahrbar. Die Kosten für den Ersatzneubau lagen bei rund 33 Millionen Euro. Die Stahlbogenbrücke ist knapp 158 Meter lang und überspannt die Untere Havel-Wasserstraße.

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