Fantasiewelten im ehemaligen Umspannwerk Reinickendorf
Als Game of Thrones begann

Im April dieses Jahres startet der US-Sender HBO die letzte Staffel der Erfolgsserie „Game of Thrones“. Fans kommen schon jetzt in Wittenau auf ihre Kosten.

Einst warb die US-Serie „Raumschiff Enterprise“ mit „unendlichen Weiten“, in die die Helden vordrangen, und mit ihnen die Zuschauer. Im ehemaligen Umspannwerk Wittenau können die Besucher jetzt in eine ebenfalls mit Mitteln der Technik erfundene Vergangenheit eintauchen, die erstaunlich real wird. 44 Künstler, allesamt Meister darin, mit digitalen Mitteln Welten zu schaffen, denen man ihre Künstlichkeit nicht ansieht, haben 80 Werke geschaffen, die die Vorgeschichte der „Welt aus Eis und Feuer“ erzählt – eben die „Unseen Westeros“.

Die beteiligten Künstler haben schon in den bisherigen Folgen von „Game of Thrones“ bewiesen, wozu sie fähig sind. Sie haben sogar den Segen von George R. R. Martin, dem Schöpfer der Kultserie. Seine Bedingung allerdings lautete: Die Schau müsse frei zugänglich sein. Aus organisatorischen Gründen ist aber die Anmeldung für ein Zeitfenster notwendig. Wer also in der Zeit von Mittwoch, 23. Januar, bis Sonntag, 27. Januar, die Vorgeschichte der weltbekannten Serie erleben möchte, muss sich unter https://bwurl.de/1464 eine Karte reservieren.

Umspannwerk
soll Kulturstandort werden

Wem der Zugang möglich wird, der erlebt an der Breitenbachstraße 32 ein ganz besonderes Abenteuer. Die Kunstwerke sind im „Roten Drachen“ verteilt. So nennt Henry Howe das in den Jahren 1925 bis 1929 mit roten Klinkern erbaute Umspannwerk Wittenau. Der Immobilienentwickler und gebürtige Reinickendorfer hat das Gebäude zusammen mit Partnern 2015 von Vattenfall erworben und will es zu einem Kulturstandort machen, in dem auch Wissenschaft und Gastronomie willkommen sind.

Wer also in die Vorgeschichte der archaischen Game-of-Thrones-Saga eintaucht, erlebt zugleich ein faszinierendes Beispiel Berliner Industrie- und Technikarchitektur, die zudem mit Audioguides und Musik bespielt wird. Howe hofft zugleich, dass der Kraftakt der Fünf-Tage-Ausstellung der „Unseen Westeros“ über diese Zeit hinausgeht: „Die Schau könnte zu einem Ausstellungsziel für Schulen werden, zu dem die Schüler mit Begeisterung kommen.“ Das wäre dann eine optimale Ergänzung von Schulverwaltung und Kultur.

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