Museum öffnet schrittweise
Brücke-Museum zeigt neue Ausstellung über Max Kaus und seine Malerfreunde

„Liegende Frau mit Katze“ heißt dieses Gemälde von 1923.
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  • „Liegende Frau mit Katze“ heißt dieses Gemälde von 1923.
  • Foto: Foto: Nick Ash/Brücke Museum © VG Bild-Kunst, Bonn 2020
  • hochgeladen von Ulrike Martin
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Im Brücke-Museum beginnt ab Freitag 15. Mai, schrittweise wieder der Publikumsbetrieb. Zu Beginn sind zwei Öffnungstage geplant, freitags und sonnabends von 11 bis 17 Uhr. Dabei wird es Einlassbeschränkungen und Abstandsregelungen geben.

Zu sehen ist die Ausstellung „Max Kaus. Unter Freunden“, die ursprünglich am 30. März eröffnet werden sollte. Anlass für die Schau ist die Schenkung von 20 Gemälden des Künstlers aus allen Werkphasen. Die Witwe des Malers, Sigrid Kaus, hat sie dem Museum überlassen. Darunter befinden sich Gemälde, die noch nie in einer Ausstellung zu sehen waren.

Das Frühwerk von Max Kaus (1891 bis 1977) war expressionistisch geprägt, später neigte er zur Abstraktion. Gezeigt werden Gemälde, Druckgrafiken und Aquarelle aus den Jahren 1911 bis 1975. Der erste Teil der Schau stellt anhand der Werke der Schenkung die malerische Entwicklung von Kaus dar.

Seine Arbeiten seien von „Natureindrücken“ und seinem „Wunsch nach einer Geordnetheit im bauenden Sinne“ bestimmt“, sagte Kaus selbst über sein Schaffen. In den 1950er-Jahren inspirierten ihn Reisen an die Nordsee zu abstrakten Kompositionen. Ein Beispiel dafür ist das „Wattenmeer“ von 1952, in dem Land, Meer und Himmel in geschwungenen Farben und Formen verwoben sind. Ein paar Jahre später entdeckte er Rom als Quelle für seine Arbeit. Zu sehen im Gemälde „Gelbe Fassade“ mit Mauerstrukturen eines römischen Gebäudes.

Geschenke an Malerfreunde

Der zweite Teil der Ausstellung widmet sich der Freundschaft zwischen Kaus und Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Otto Mueller sowie Max Pechstein. Anhand verschiedener Themenfelder wird in der Ausstellung der facettenreche Austausch zwischen den Künstlern beleuchtet. Besonders sichtbar wird die gegenseitige Wertschätzung in den Freundschaftsgaben, die sie einander machten. Einige davon sind mit handschriftlichen Widmungen versehen. Kaus überließ beispielsweise seinem Freund Erich Heckel einige Holzschnitte und Lithografien, die während des Ersten Weltkriegs in Flandern entstanden. Beide Künstler waren dort als Sanitäter stationiert.

Erste Werke von Kaus gelangten bereits 1966 durch Heckel ins Brücke-Museum. Heute gehören 180 Arbeiten zum Bestand, darunter 31 Gemälde. Das Museum besitzt damit das größte museale Konvolut von Kaus.

Die Ausstellung läuft bis zum 30. August. Der Eintritt kostet sechs, ermäßigt vier Euro. Auf https://www.bruecke-museum.de/de/sammlung/ sind Bilder aus der Sammlung zu sehen, ergänzt durch Biographien der Künstler.

Autor:

Ulrike Martin aus Zehlendorf

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