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Vorschläge des Bezirksamtes zu Zehlendorf Mitte lösen wenig Begeisterung aus

Der Kulturkiosk am Teltower Damm wird ab dem 1. April 2018 einen neuen Betreiber haben. Bis dahin können dort weiterhin Bücher verkauft werden. Foto: Michael Nittel
Der Kulturkiosk am Teltower Damm wird ab dem 1. April 2018 einen neuen Betreiber haben. Bis dahin können dort weiterhin Bücher verkauft werden. Foto: Michael Nittel (Foto: Michael Nittel)

Zehlendorf. Die historische Mitte zwischen Dorfkirche und S-Bahnhof Zehlendorf soll neu gestaltet werden. Dazu hat eine Arbeitsgruppe des Bezirksamtes erste Vorschläge erarbeitet. Sie wurden jetzt vor rund 70 Bürgern im Rathaus Zehlendorf vorgestellt.

Heute lädt das historische Zentrum mit einer Wiese, Hecken und weinigen Bäumen nicht zum Verweilen ein. Die dazu vom Grünflächenamt gemachten Verbesserungen ändern an der Situation kaum etwas. Die Hecken vor dem Standesamt sollen durch niedrig wachsende Pflanzen ersetzt werden. Dadurch soll das Areal sichtbarer und weniger vermüllt werden. Kleinere Baumgruppen sollen nachgepflanzt werden. Aus dem Publikum kam indes die Idee, die zugeparkte Straße vor dem Standesamt zu schließen, um mehr Platz für „eine lebendige Mitte“ zu gewinnen. Mehrere Anwohner sprachen von einem „Bürgerforum unter freiem Himmel“ mit Sitzplätzen, einem Café und weiteren Möglichkeiten des Zusammenfindens.

Das Thema Parkraumbewirtschaftung wurde am heftigsten diskutiert. Anwohner fordern die Einführung seit Langem, auch die Straßenverkehrsbehörde des Bezirks. Das Land Berlin sieht jedoch für die historische Mitte keinen Handlungsbedarf. Die Notwendigkeit müsste nachgewiesen werden. Eine solche Machbarkeitsstudie müsste allerdings der Bezirk in Auftrag geben. Ein solches Gutachten soll rund 20 000 Euro kosten. Es könne jedoch erst beauftragt werden, wenn die Bezirksverordnetenversammlung dazu einen Beschluss fasst.

Neben noch nicht ausgereiften Vorschlägen konnte das Bezirksamt aber auch Ergebnisse Vorhaben berichten. So informierte Bürgermeisterin Richter-Kotowski (CDU), dass zur Sanierung des Rathauses eine Machbarkeitsstudie in Arbeit sei. Für den Kulturkiosk auf Höhe der Berliner Straße, ein Baudenkmal aus dem Jahr 1955, der zurzeit noch als Antiquariat genutzt wird, läuft zum Ende des Jahres der Mietvertrag aus. Der Betrieb wurde öffentlich ausgeschrieben. Fünf Bewerber seien mit ihren Konzepten in der engeren Wahl. Der neue Betreiber werde ab 1. April 2018 den Kiosk übernehmen, erklärte Baustadträtin Maren Schellenberg (B'90/Grüne).

Christian Küttner von der Bürgerinitiative Zehlendorf zog am Ende ein gemischtes Fazit. Einen echten Aufbruch habe er noch nicht gespürt, die Versammlung allerdings sei ein guter Anfang gewesen. Aber: „Da geht mehr!“ min

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