Bezirk verzichtet auf Vorkaufsrecht
Kein Interesse an der Plesser Straße 11 bei kommunalen Vermietern

Der Ankauf des Kosmosviertels wurde von Opposition und Steuerzahlerbund wegen zu hoher Kosten kritisiert.
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Das Wohnhaus Plesser Straße 11 wird nicht durch ein kommunales Wohnungsunternehmen angekauft. Kurz vor Weihnachten hat das Bezirksamt auf das Vorkaufsrecht verzichtet.

Da das Haus vom privaten Besitzer veräußert werden soll und sich im Geltungsbereich einer sozialen Erhaltungsverordnung – Milieuschutzgebiet – befindet, hatte der Bezirk den Kauf durch Wohnungsunternehmen des Landes Berlin geprüft. Dafür wurden Degewo und Stadt und Land angefragt. Bei beiden fielen die Rückmeldungen negativ aus. „Natürlich wäre die Ausübung des Vorkaufsrechts für die Plesser Straße 11 ein wunderbares Weihnachtsgeschenk für deren Bewohner gewesen. Jetzt ist die Frist abgelaufen, ohne dass es uns gelungen ist, eine der städtischen Wohnungsbaugesellschaften dazu zu bewegen, das Vorkaufsrecht auszuüben. Ich kann nachvollziehen, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu diesem Ergebnis führen mussten“, teilte der zuständige Stadtrat Rainer Hölmer (SPD) mit. Warum die Prüfung bei beiden Unternehmen negativ verlief, wurde nicht mitgeteilt. Grund könnten unter anderem ein zu hoher Kaufpreis oder ein zu großer Sanierungsaufwand sein. Die Opposition im Landesparlament, vor allem die CDU, steht dem Ankauf von hochpreisig angebotenen Wohnungen durch Berlin ohnehin ablehnend gegenüber. Der Kauf von 1800 Plattenbauwohnungen des Altglienicker Kosmosviertels war sogar im Schwarzbuch des Bunds der Steuerzahler kritisiert worden, da durch die aufgewendeten rund 250 Millionen Euro keine einzige neue Wohnung geschaffen wurde.

Der Bezirk weist darauf hin, dass es im Milieuschutzgebiet Alt-Treptow rund um die Karl-Kunger-Straße eine kostenlose Mieterberatung gibt, immer mittwochs von 17 bis 19 Uhr in der Galerie Kungerkiez, Karl-Kunger-Straße 15.

Autor:

Ralf Drescher aus Lichtenberg

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