Café am Spielplatz eröffnet
Im Park am Buschkrug gibt es jetzt Eis, Würstchen, Pommes – und endlich öffentliche Toiletten

Café-Inhaber Patric Jesschke mit Freundin und Mitarbeiterin Stefanie Scheffner.
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  • Café-Inhaber Patric Jesschke mit Freundin und Mitarbeiterin Stefanie Scheffner.
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Das Café am Buschkrug, Buschkrugallee 110, ist endlich eröffnet. Damit geht ein großer Wunsch von Eltern, Erziehern und Kindern in Erfüllung. Denn jetzt können sich die großen und kleinen Besucher des Europa-Spielplatzes nicht nur stärken, sondern auch auf die Toilette gehen.

Hunderte Kinder nutzen täglich die riesige Anlage mit Wasserbereich, Sportfeldern und Geräten. Neuköllns größter Spielplatz wurde im Jahr 2015 im Park am Buschkrug eröffnet und schnell war klar: Hier fehlen ein Bistro und Klos. Drei Jahre haben die Planungen und Vorbereitungen gedauert. 

Mit Patric Jeschke wurde ein junger Betreiber gefunden. Gastronomische Erfahrungen hat er bereits: Ihm gehört die Kneipe Abenteuerland an der Nord-Neuköllner Fuldastraße. Im März vergangen Jahres begann er, auf eigene Kosten den Bau zu errichten. Im Gegenzug schloss das Bezirksamt mit ihm einen günstigen Pachtvertrag mit einer Laufzeit von zehn Jahren ab. „Ich hätte auch 99 Jahre akzeptiert“, grinst Jeschke.

Toiletten gegen günstige Pacht

Kostenlose Toilettennutzung für jedermann gegen geringe Pacht – damit hat der Bezirk gute Erfahrungen. So läuft es seit vielen Jahren in der Hasenschänke in der Hasenheide und in der Zauberkiste nahe des Rudower Robin-Hood-Spielplatzes.

Dass es mit der Eröffnung des Café am Buschkrug so lange gedauert hat, ist übrigens nicht die Schuld des Bauherrn. Er musste lange auf Strom- und Frischwasseranschluss warten. Eine Abwasserversorgung gibt es immer noch nicht. Er behilft sich derzeit noch mit einem Tank.

Geöffnet hat das Bistro auch außerhalb der Kinderspielzeiten, nämlich jeden Tag von 6 bis 22 Uhr, das ganze Jahr über. Geht es nach Plan, soll der Betrieb sogar bald rund um die Uhr laufen. Im Angebot sind Eis, Kaffee, Kuchen, Pommes, Würstchen, Softdrinks, demnächst auch Milchshakes und Waffeln. Alkohol wird nicht verkauft.

Ein Stück Gemeingut

Zur Feier des Eröffnungstages waren auch Bürgermeister Martin Hikel (SPD), Mitarbeiter des Grünflächen- und des Ordnungsamtes sowie einige Bezirksverordneten vor Ort. Und es wurde ein Blauglockenbaum vor dem neuen Café gepflanzt. In Sachen Toiletten wünscht sich Hikel, dass die Besucher auf Sauberkeit achten. „Das hier ist ein Stück Gemeingut, alle profitieren davon“, sagt er.

Autor:

Susanne Schilp aus Neukölln

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