Buch oder Karower Kreuz?
Bezirk und Senat diskutieren über Anbindung der Region an die Regionalbahn

Ein Turmbahnhof am Karower Kreuz oder ein Regionalbahnhof in Buch? Über diese Frage werden Bezirk und Senat in nächster Zeit wohl noch intensiv diskutieren.

Denn die Pankower Verordneten beschlossen im Juni, dass sich das Bezirksamt beim Senat für einen Regionalbahnhof Buch einsetzen soll. Dieser könnte dort auf dem ehemaligen Güterbahnhof entstehen. Dort könnten nach Meinung der Verordneten sowohl Züge der RB 24 als auch einzelne Züge des RE 3 oder der RE/RB 66 haltmachen. Das ermögliche dann eine schnellere Verbindung zum BER, in das Berliner Zentrum sowie nach Szczecin und eventuell nach Kołobrzeg. Als Konsequenz daraus ziehen die Verordneten, den geplanten Bau eines Turmbahnhofs Karow nicht weiterzuverfolgen, „da er verkehrstechnisch wenig sinnvoll ist, hohe Baukosten verursacht und nur mit sehr hohem baulichen und finanziellen Aufwand erschlossen werden kann“.

Stadtentwicklungsstadtrat Vollrad Kuhn (B’90/Grüne) gab den Verordneten nun einen Zwischenstand zum Beschluss. Bei der derzeit laufenden Erarbeitung des Rahmenplans für eine Bebauung von Buch-Süd und im Zusammenhang mit Vorhaben des Stadtumbaugebietes Buch werde die Anbindung an die Regionalbahn intensiv diskutiert. Der Beschluss der Verordneten stehe aber derzeit den Vorstellungen der Deutschen Bahn (DB) entgegen, so Kuhn. Diese strebe weiterhin einen Turmbahnhof in Karow an.

Auch Senatsbaudirektorin Regula Lüscher bestätigt im Abgeordnetenhaus, dass DB und Senat den Bau des Turmbahnhofs präferieren. Mit diesem solle vor allem die Verbindung zwischen den Bezirken Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf und den Ortsteilen Blankenburg, Karow und Buch verbessert werden. Mit Blick auf die Finanzierung könne „die Realisierung aber erst in der zweiten Hälfte der 2020er-Jahre erfolgen“. Mit der DB wurde aber abgestimmt, dass die Planungen noch 2019 beginnen. Als neuer Halt für S- und Regionalbahnen habe Karow eine deutlich stärkere Wirkung als Buch, schätzt der Senat laut Lüscher ein „Aufgrund der Nähe zum bestehenden Regionalbahnhof Bernau und zum geplanten Turmbahnhof Karower Kreuz wären mit der Einrichtung eines Regionalverkehrshalts in Buch unwirtschaftlich kurze Halteabstände und eine Verlängerung der Reisezeit der durchfahrenden Fahrgäste verbunden“, so Lüscher. Auch die Gegebenheiten im Umfeld des Bahnhofs Buch sprächen gegen Buch.

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