Berliner Rechtsanwältin
ProSieben "Der Traumjob" schickt Afrodite nach Samburu (Afrika)

Afrodite hier vor dem Berliner Reichstag. Die 35-jährige Juristin gehört zu neun noch verbliebenen Bewerberinnen und Bewerber in der ProSieben-Show "Der Traumjob - bei Jochen Schweizer".
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  • Afrodite hier vor dem Berliner Reichstag. Die 35-jährige Juristin gehört zu neun noch verbliebenen Bewerberinnen und Bewerber in der ProSieben-Show "Der Traumjob - bei Jochen Schweizer".
  • Foto: Afrodite Gr. / Instagram
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BERLIN - Juristin Afrodite aus Charlottenburg soll heute Abend im kenianischen Nationalreservat Samburu ein exklusives Lunch zaubern. Die 35-Jährige ist Kandidatin von "Der Traumjob - bei Jochen Schweizer". Auch diese Woche hat das TV-Auswahlverfahren einen Beigeschmack. Die Kritik.

Nein, es liegt nicht an Afrodite! Die Rechtsanwältin ist eine Wucht in der Show, denn sie überzeugt bei jeder Aufgabe und zollt der noch unberührten Natur größten Respekt. Afrodite kämpft klug und besonnen in Afrika um eine neue berufliche Herausforderung bei Jochen Schweizer. Und man wünschte ihr den Sieg wirklich so sehr von Herzen. Doch die ProSieben-Show "Der Traumjob - bei Jochen Schweizer" hatte bereits letzte Woche ein Beigeschmäckle. Denn das Format wirkt wie eine Dauerwerbesendung mit seinem geradezu geltungsbedürftigen Unternehmer. Da erklärt der 62-Jährige zum Auftakt mindestens drei Mal, dass er ja schon als Kind mit dem Motorrad durch die Wildnis von Afrika fuhr. Als ob es Afrodite und die anderen Mitstreiter nicht längst verstanden hätten. Fast alle Aufgaben, die die Bewerberinnen und Bewerber in der ersten Folge hatten, ähnelten fast identisch - was für ein Zufall - den Erlebnisgutscheinen und Angeboten von Jochen Schweizers Homepage. Spätestens die Aussage, dass Schweizer jemanden suche, der auch mal was riskiere und wagt, dürfte bei Juristen nur Kopfschütteln verursachen. Hoffentlich konnte da Afrodite Herrn Schweizer mal erklären, dass genau das eine Führungskraft, die Verantwortung für Gelder und Mitarbeiter trägt, eben nicht machen sollte. 

Luxus-Lunch für den reichen Neffen

Diese Woche das nächste Fettnäpfchen von Schweizer. "Heute habe ich den Neffen des amtierenden Präsidenten Kenias eingeladen und ihm ein exklusives Lunch versprochen, auf einem Felsplateau, das man in einer guten Stunde Fußmarsch erreicht. Dort haben wir einen Tisch und zwei Stühle aufgebaut. Jetzt seid Ihr dran", lässt die ProSieben Pressestelle von Jochen Schweizer verkünden. Da wird ein wohlhabender Neffe hofiert, obwohl 40 Prozent der knapp 50 Millionen Einwohner von Kenia in Armut und in ländlichen Regionen sogar an Hunger leiden (Quelle: Brot für die Welt e.V. Berlin). Der Neffe gehört nämlich zum Familien-Clan von Präsident Uhuru Kenyatta, laut Forbes-Liste einer der reichsten Menschen in Afrika.

Und, Sie ahnen es vielleicht, der Firmenpatriarch hat die Aufgabe mit dem umstrittenen Gast in der 2. Folge der Show nicht zufällig gewählt: "Eines meiner Unternehmen organisiert die verschiedensten Veranstaltungen – von riesigen Events bis hin zu kleinen exklusiven Diners an den außergewöhnlichsten Orten der Erde", erklärt Jochen Schweizer. Bloß, muss man jedes Event durchleben, um eine perfekte Führungskraft bei Schweizer zu werden? Wie gut Afrodite aus Berlin den Unternehmer mit dem großen Ego im kenianischen Samburu überzeugen kann, sehen wir heute Abend auf ProSieben.

"Der Traumjob - bei Jochen Schweizer", 16. Juli 2019 ab 20:15 Uhr auf ProSieben, im Anschluss kostenlos als Stream auf Joyn (ProSiebenSat.1 App).

Autor:

Marcel Adler aus Friedrichshain

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