Kulturstandort in weiter Ferne
Rathaus noch mindestens fünf Jahre Flüchtlingsunterkunft

Was geschieht mit dem ehemaligen Rathaus Friedenau nach seiner Zeit als Flüchtlingsunterkunft?

Es soll wieder ein öffentlich zugängliches Haus sein, Sitz einer Berliner Behörde und von sozialen und kulturellen Institutionen. Im Tiefparterre könnten eine Bibliothek, eine Galerie oder die Volkshochschule einziehen. Dazu wären vorab Kosten und Finanzierung des laufenden Betriebs zu prüfen. Soweit die Position der Bezirksverordnetenversammlung.

Kulturstadträtin Jutta Kaddatz (CDU) kann sich eine solche spätere Nutzung des Rathauses „grundsätzlich vorstellen“. Die Stadträtin gibt aber zu bedenken, dass das seit Februar 2016 als Unterkunft für Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisengebieten genutzte Gebäude laut der Berlin Immobilienmanagement GmbH (BIM) noch für mindestens weitere fünf Jahre als solche gebraucht wird.

Ein Konzept für eine Nachnutzung könne nur dann erarbeitet werden, sagt Jutta Kaddatz, wenn bekannt sei, wann das Rathaus nicht mehr als Flüchtlingsunterkunft gebraucht werde. Für das Souterrain als Bibliothek, Galerie oder anderes sei bereits 2016 ein Gutachten erstellt worden. Ergebnis: Das Kosten-Nutzen-Verhältnis sei „ungünstig“.

Ohnehin sei das Amt für Weiterbildung und Kultur schon heute mit Planungen für andere Kulturstandorte überlastet. Mit Hochdruck arbeite die Behörde an der Neuen Mitte Tempelhof, an der Alten Mälzerei in Lichtenrade, an einem Entwicklungs- und Standortkonzept für die Thomas-Dehler- und die Gertrud-Kolmar-Bibliothek sowie für die Volkshochschule in der ehemaligen Teske-Schule, an einer Machbarkeitsstudie für Umbau und Sanierung von Theodor-Heuss-Bibliothek und Jugendmuseum sowie an einem „Zukunftskonzept“ für das Haus am Kleistpark.

Autor:

Karen Noetzel aus Schöneberg

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