Gegen die Wegwerfgesellschaft
Hellersdorfer Sozialkaufhaus nimmt an der Senatsaktion „Re-Use Berlin“ teil

Stefan Pawlowski leitet das Help-Kaufhaus.
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Corona- Unternehmens-Ticker

Die Initiative „Re-Use Berlin“ sammelt und verkauft in einer Aktion gebrauchte Sachen und Gegenstände. Daran beteiligt sich auch das Sozialkaufhaus der Help Berlin gGmbH an der Janusz-Korczak-Straße.

Hinter der Aktion steht der Gedanke, dass auch gebrauchte Dinge wertvoll und nützlich sein können und dass die Wegwerfgesellschaft der Umwelt schadet. Dazu stellte Umweltsenatorin Regine Günter (B’90/Grüne) zum Start fest: „Die Wiederverwendung von Gebrauchtwaren ist eine Win-Win-Situation. Soziales und Ökologie gehen Hand in Hand. Menschen können preiswert einkaufen, die Umwelt und das Klima werden geschützt.“

Die Aktion „Wegwerfen war gestern“ startete im August auf Berliner Ökomärkten und Sozialkaufhäusern und läuft bis Oktober. Ein wichtiger Partner des Senats ist die Help Berlin gGmbH. Sie betreibt in der Hauptstadt drei Sozialkaufhäuser, eines davon an der Janusz-Korczak-Straße 31 (¿97 99 20 80, helpberlin@t-online.de) in Helle Mitte. Es beteiligt sich an der Aktion an drei Sonnabenden: 28. September, sowie 5. und 12. Oktober, jeweils von 10 bis 16 Uhr.

„Eigentlich machen wir an diesen drei Tagen nichts anderes als sonst auch. Wir hoffen jedoch, dadurch auf eine größere Öffentlichkeit und breiteres Verständnis für den Sinn unserer Arbeit“, sagt Kaufhausleiter Stefan Pawlowski. Seit 2013 nehmen die Mitarbeiter des Sozialkaufhauses gebrauchte Sachen an: vom Schrank bis zur Stehlampe, vom Küchengerät bis zum Buch. Dabei können bei größeren Stücken wie Möbeln Abholtermine vereinbart werden.

Die Sachen werden anschließend zu günstigen Preisen verkauft. Bei den geringen Gewinnspannen reicht der Umsatz normalerweise nur zum Aufrechterhalten des Betriebs der Sozialkaufhäuser. Die Erlöse im Rahmen der Aktion „Wegwerfen war gestern“ gehen an soziale Einrichtungen sowie Klima- und Umweltinitiativen.

Das Sozialkaufhaus hat rund 500 Quadratmeter Verkaufsfläche und eine Lagerfläche von noch einmal etwa 120 Quadratmeter, die fast immer bis zur Decke gefüllt ist. „Wir kommen manchmal nicht nach, die angelieferten Sachen zu ordnen und einzustellen“, erzählt Pawlowski.

Der Standort hat sich dabei nicht nur wegen der Mietkosten als günstig erwiesen, sondern auch hinsichtlich der Nähe zu den Kunden. In der unmittelbaren Umgebung, im Gebiet des Quartiersmanagements Hellersdorfer Promenade, leben viele Menschen, die auf Grund ihres geringen Einkommens auf preiswerte Waren angewiesen sind. Die gebrauchten Waren wiederum stammen zumeist aus Haushalten in den nicht weit entfernten Siedlungsgebieten von Kaulsdorf und Mahlsdorf mit einer Bevölkerung, die im Durschnitt höhere Einkommen hat.

Autor:

Harald Ritter aus Marzahn

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