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JAO-Geschäftsführer Rainer Rühlemann erhält Verdienstorden für sein Lebenswerk

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Jugendstaatssekretärin Sigrid Klebba (SPD) überreichte Rainer Rühlemann im Freizeitform Marzahn den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.
Jugendstaatssekretärin Sigrid Klebba (SPD) überreichte Rainer Rühlemann im Freizeitform Marzahn den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. (Foto: hari)

Marzahn-Hellersdorf. Der Geschäftsführer der JAO gGmbH, Rainer Rühlemann ist auf der jüngsten Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung für seine Lebensleistung mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik ausgezeichnet worden. Bei der Entwicklung von Angeboten und Betreuungsleistungen für Kinder und Jugendliche hat er sich große Verdienste erworben.

Mit dem Verdienstorden würdigt der Bundespräsident eine Lebensleistung, die weit über die vielen im Bezirk bekannten Einrichtungen der Jugendwerk Aufbau Ost (JAO) gGmbH hinausweist. 1991 gründete Rühlemann zusammen mit einigen Kollegen in seinem Wohnzimmer in Marzahn den JAO Verein, die heutige Gesellschaft gleichen Namens. Die JAO gGmbH ist ist einer der größten Träger von Leistungen der Kinder- und Jugendarbeit in Berlin und betreibt unter anderem die Kinder-, Jugend- und Familienzentren „Windspiel“ an der Golliner und „Aufwind“ an der Nossener Straße. Von 19 Kitas der Gesellschaft in Berlin befinden sich allein acht in Marzahn-Hellersdorf. JAO wurde zudem zum ersten Träger des Freiwilligen sozialen Jahres mit ökologischen Inhalten in Berlin und machte mit zahlreichen Jugendprojekten auf sich aufmerksam, unter anderem mit „Lotte“, dem ersten Wohnprojekt für Mädchen in Ost-Berlin. Insgesamt betreute JAO bis heute rund 90 autonome Jugendprojekte.

Rühlemann wurde 1952 in Halle an der Saale geboren. Er studierte nach dem Abitur an der Hochschule in Merseburg und arbeitete danach zunächst als Ingenieur für Verfahrenstechnik am Petrolchemischen Kombinat in Schwedt. 1971 delegierte ihn die FDJ als Verantwortlichen für die „Messe der Meister von Morgen“ nach Berlin.

Nach der Wende arbeitete Rühlemann in unterschiedlichen Arbeitsgruppen beider deutschen Jugendministerien, um den Umbau des ostdeutschen Systems nach dem Vorbild der Bundesrepublik zu koordinieren. Unter anderem arbeitete er an der Auflösung der Jugendwerkhöfe mit. „Er hat großen Anteil daran, das zentralistische Erziehungssystem der DDR zu einem umzugestalten, in denen demokratische Prinzipien und die Freiheit der Wahl galten“, sagte Jugendstaatssekretärin Sigrid Klebba in ihrer Laudatio am Donnerstag, 22. Juni, vor der Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung.

Die meisten der von Rühlemann und seinen Mitarbeitern initiierten Jugendprojekte existieren bis heute. Aus JAO sind mittlerweile vier Gesellschaften der Jugendarbeit mit über 1000 Beschäftigten hervorgegangen. „Das betrachte ich als mein Lebenswerk. Eine solche Auszeichnung dafür zu bekommen, damit habe ich nicht gerechnet“, sagt der 65-Jährige.

Noch etwa ein Jahr will er an der Spitze seines Sozialunternehmens stehen und dann in Rente gehen. Anschließend will er sich den Wunsch erfüllen, zusammen mit seiner Frau die Welt zu bereisen. hari

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