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Geburtstagsparty für einen Unangepassten

Wo: Willy-Brandt-Haus, Wilhelmstraße, Berlin auf Karte anzeigen
Klaus Staeck im Gespräch mit Freunden.
Klaus Staeck im Gespräch mit Freunden. (Foto: Ralf Drescher)

Gefeiert wurde im Willy-Brandt-Haus, im Publikum saßen Freunde und Prominente wie Volker Beck, Wolfgang Thierse, Christina Rau, Holger Kulick und Rolf Hochhuth, und SPD-Urgestein Willy Brandt war zumindest als Kunstwerk dabei. Am 28. Februar war Klaus Staeck 80 Jahre alt geworden, nun wurde nachgefeiert.

Geboren in der Lebkuchenstadt Pulsnitz, Kindheit und Jugend in Bitterfeld, nach dem DDR-Abitur „Umzug“ nach Heidelberg. Dort lebt der Grafiker mit SPD-Parteibuch noch heute und mischt sich noch immer mit seiner Kunst ein. Nach dem juristischen Staatsexamen ging er in die Kunst. Seine Plakate, die in der Tradition von John Heartfield zu sehen sind, zielen auf Konservative und Rechte. Sein bekanntestes Plakat „Deutsche Arbeiter! Die SPD will euch eure Villen im Tessin wegnehmen“ erschien zum Wahlkampf 1972 und wurde innerhalb von Wochen in 75 000 Exemplaren gedruckt. Als Auszeichnung mag er es auch verstanden haben, dass CDU-Scharfmacher Philipp Jenninger 1975 eines seiner Plakate in der Parlamentarischen Gesellschaft zu Bonn wutschnaubend von der Wand riss.
Trotz seiner 80 Jahre denkt Klaus Staeck nicht an Ruhestand und will weitermachen. Getreu dem Ruf Willy Brandts vor 35 Jahren: „Lass Dich nicht beirren!“ Dem ist wohl nichts hinzuzufügen.

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