Engagiert für Blinde und Sehschwache
Günter Paprotka erhielt das Bundesverdienstkreuz

Günter Paprotka wurde mit der Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
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Vor wenigen Monaten ist Günter Paprotka 80 Jahre alt geworden. Noch immer ist der Senior ehrenamtlich aktiv. Für sein Engagement wurde er jetzt mit Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

„Seit vielen Jahren ist Günter Paprotka beim allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin aktiv, dort auch als Sprecher für die Bezirksgruppe Treptow-Köpenick. Zu Beginn der 90er-Jahre hat er entscheidend dazu beigetragen, dass eine Arbeitsgruppe Behindertenangelegenheiten im damaligen Bezirk Köpenick gegründet werden konnte“, sagte Bürgermeister Oliver Igel (SPD) in der Laudatio zur offiziellen Übergabe des Bundesverdienstkreuzes.

Günter Paprotka hatte viele Jahre als Ingenieur bei Stern Radio gearbeitet. Im Frühjahr 1989 wechselte er zum Blinden- und Sehschwachenverband der DDR. Als technischer Mitarbeiter war er dort für Hilfsmittel zuständig, mit denen Sehbehinderte und Menschen ohne Augenlicht besser am täglichen Leben teilnehmen konnten. „Dort bekam ich erstmals Einblick in die Probleme dieser Personengruppe“, erzählt Günter Paprotka.

Rund 25 Jahre hat er dann ehrenamtlich als Schriftführer für die Ortsgruppe Köpenick des Verbands gearbeitet, heute ist er noch  Kassierer. Als im neuen Bezirk Treptow-Köpenick nach der Jahrtausendwende eine AG Behindertenangelegenheiten gegründet wurde, war Günter Paprotka von Anfang an dabei. Daraus wurde später der Behindertenbeirat, in dem er ehrenamtlich tätig ist. Ebenfalls aktiv ist er in der St. Laurentius-Stadtkirchengemeinde, dort war er viele Jahre im Gemeindekirchenrat.

Günter Paprotka wohnt seit fast 60 Jahren in Köpenick Nord, ist verheiratet und hat drei erwachsene Töchter. Wenn er gerade nicht für das Ehrenamt unterwegs ist, besucht er klassische Konzerte und Opernaufführungen, unter anderem im Konzerthaus am Gendarmenmarkt und – einer Tochter in Hamburg als Kartenbesorgerin sei Dank – in der Elbphilharmonie.

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