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Fußballer zu Besuch im Rathaus
Bürgermeister Michael Grunst empfängt den SV Lichtenberg 47

Der SV Lichtenberg 47 schenkte dem Bürgermeister ein Trikot, das die Mitglieder der Mannschaft unterschrieben haben.
Der SV Lichtenberg 47 schenkte dem Bürgermeister ein Trikot, das die Mitglieder der Mannschaft unterschrieben haben. (Foto: Paul Stein)

Am 23. August begrüßte Lichtenbergs Bürgermeister Michael Grunst (Die Linke) die Mitglieder der Herren-Oberligamannschaft des SV Lichtenberg 47 pünktlich zum Saisonstart im Rathaus. Der bekennende „47-Fan“ nutzte die Gelegenheit, um über die geplanten Sanierungsarbeiten an der Howoge-Arena „Hans Zoschke“ zu informieren. Die Spieler trugen sich ins Rote Buch des Bezirks ein.

Nach dem Stadion An der Alten Försterei ist das kurz Zoschke-Arena genannte Stadion in der Normannenstraße 28 das zweitgrößte reine Fußballstadion Berlins. Dort trainieren die verschiedenen Teams des SV Lichtenberg 47. Auch die Heimspiele der Herren-Oberligamannschaft werden dort ausgetragen. Seit 2012 spielen die Lichtenberger Kicker wieder in der fünften Liga und belegen stets höhere Plätze. Sollte ihnen irgendwann der Aufstieg in die Regionalliga gelingen, könnte die Zoschke-Arena allerdings zum Problem werden. Denn mit der Spielklasse steigen auch die Ansprüche der „Deutschen Fußball Liga“ (DFL) an das Stadion.

Es ist ein bekanntes Problem. Im vergangenen Jahr hatte der VSG Altglienicke nach seinem erstmaligen Aufstieg in die Regionalliga aus Treptow nach Prenzlauer Berg zum Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportplatz umziehen müssen. Ausweichmöglichkeiten sind schwierig zu finden. Viele Berliner Sportplätze müssten saniert werden, meint auch Lichtenbergs Bürgermeister Michael Grunst. Wenn die Arbeiten an den Sporthallen des Bezirks geschafft seien, kämen endlich die Sportplätze dran. Der Bezirk sähe sich in einer besonderen Lage: Die Baubranche sei mit Aufträgen ausgelastet. Dazu kämen die Koordinierungsschwierigkeiten zwischen den unterschiedlichen Gewerken.

Aber für die Zoschke-Arena gebe es bereits konkrete Pläne: Dieses Jahr soll der Zaun erneuert und 2019 eine Flutlichtanlage installiert werden. Außerdem soll im nächsten Jahr ein neuer Rasen aufs Feld kommen. Ob es wieder ein Naturrasen oder ein Kunststoffrasen wird, steht noch nicht fest. „Ich habe selbst Fußball gespielt, ich kenne den Unterschied!“, betont der Bürgermeister. Er wünsche sich einen Naturrasen, doch das wäre eine Sache, die der Verein mit dem Schul- und Sportamt klären müsse.

Andreas Prüfer, Präsident des SV Lichtenberg 47 und Mitglied der BVV-Fraktion der Linken, weist darauf hin, dass das Feld wegen der geplanten Flutlichtanlage in Zukunft stärker benutzt werden würde. Aus diesem Grund wäre ein Kunstrasenbelag sinnvoll, aber darüber werde weiter diskutiert. Fest stehe zumindest, dass der Verein während der Umbauarbeiten nach Ausweichplätzen für seine Spieler suchen müsse.

Bereits vor knapp zehn Jahren hatte der SV Lichtenberg 47 während der Vorbereitungen auf die Frauen-Fußballweltmeisterschaft 2011 auf die nun angekündigten Umbaumaßnahmen gehofft. Jedoch wurden die WM-Spielstätten an andere Standorte vergeben und die geplanten Umbauarbeiten nicht umgesetzt.

Am 15. September, dem fünften Spieltag, tritt der SV Lichtenberg 47 um 13.30 Uhr gegen FC Hertha 03 Zehlendorf in der HOWOGE-Arena „Hans Zoschke“, Normannenstraße 28, an. Eintritt acht, ermäßigt fünf Euro. Für Kinder bis 14 Jahre kostenlos.

Weitere Infos auf http://asurl.de/1403

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