Katastrophaler Strassenzustand in Lichtenrade

Grobes Kopfsteinpflaster anno 1920, damals Hochmodern, heutzutage für PKW und Rad eineTortour !
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  • Grobes Kopfsteinpflaster anno 1920, damals Hochmodern, heutzutage für PKW und Rad eineTortour !
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Seit einigen Wochen rumort es im sogenannten "Dichterviertel"in Lichtenrade

Sprich dem Dreieck zwischen Kettinger Strasse, Barnetstrasse und Lichtenrader Damm, also Strassen wie der Goethestrasse, Fontanestrasse, Schillerstrasse oder die lange Halker Zeile, die sich quer durch das ganze Viertel zieht und wichtige Verbindungsstrasse und Alternativroute ist, wenn die B96 wieder einmal dicht ist.

Fast all diese Strassen befinden sich immer noch im Zustand des Jahres 1919 / 1920, als grobes Kopfsteinpflaster gelegt wurde. Ausser einigen Flickschustereien mit Teer hat sich da wenig getan. Dies uralte Kopfsteinpflaster mit seinen tiefen und breiten Rillen scheint heutzutage aber nicht mehr verkehrstauglich. Die Nutzung dieser Strassen führt zu Stoßdämpferschäden, per Fahrrad oder Motorrad praktisch nicht mehr zu benutzen.

Auslöser für den Protest waren die Bauarbeiten zur neuen Verkehrsinsel am Schichauweg gegenüber EDEKA / LIDL, die seitens des Bundestagsabgeordneten Dr. Luczak (CDU, Lichtenrader Anwohner) maßgeblich auf den Weg gebracht wurde. Dies erweckte Begehrlichkeiten. Offenbar ist doch Geld im Bezirk vorhanden, so dachte man. Und tatsächlich, es gibt EU-Fördergelder, die allerdings vom zuständigen Bezirksstadtrat abgefordert werden müssten. Dies ist nach massivsten Protesten von Anwohnern in Mariendorf (Rixdorfer Strasse) vor einiger Zeit bereits erfolgt. Auch für recht sinnfreie Verkehrsinseln im Gewerbegebiete Motzener Strasse hat Herr Krüger Geld locker gemacht, aber warum muss sich Lichtenrade dann mit maroden Strassen abmühen?

Was kann man tun?

Dr. Luczak wurde vor einigen Wochen auf das Thema angesprochen. Er sicherte seine Unterstützung zu, dass endlich einmal der zuständige Bezirkstadtrat Daniel Krüger (CDU) und der Fachbereich Strassenbau dazu angehalten werden, Lichtenrader Strassen umfassend zu sanieren. Insbesondere Durchfahrtstrassen, welche nicht nur von Anwohnern genutzt werden sondern viele tausend Lichtenrader betreffen. Nach einer Weile nun sieht er die Sache "differenziert". Was ist passiert ?

Hildegard Bentele, eine "starke Stimme für Lichtenrade"

So lautete zumindet der Slogan, mit dem sie sich wiederwählen ließ. Leider weigert sie sich vehement trotz diverser Anfragen zu dem Thema Stellung zu beziehen.

■ Frau Bentele, hiermit der erneute Aufruf:
Werden Sie tätig!

Es sei erwähnt, dass auch die örtlichen Abgeordneten der SPDdiverse Male auf dieses Thema angesprochen wurden - keine Reaktion !
Ich werde mir das jedenfalls für die nächste Berliner Wahl in 5 Jahren merken, wie meine örtlichen Abgeordneten auf Themen reagieren, die meinen Kiez betreffen.

Schon beim Thema Verkehrsinselwar Ihre Anwesenheit mehr Schein als Sein.
Übrigens ein weiteres Desaster im Zusammenhang mit Bezirkstadtrat Krüger.
Wie kann man vergessen, den Gehweg barrierefrei zu gestalten, wenn der Sinn lautet älteren Menschen den Zugang zu erleichtern? Einer der Gründe, warum die Menschen in Tempelhof der CDU wohl letzten Sonntag kein Vertrauen mehr geschenkt haben. Fragen Sie Herrn Gayermann von EDEKA, was der Sinn und Zweck dieser Verkehrsinsel war: Dass ältere Herrschaften aus dem Seniorenheim via Neanderstrasse kommend leichter die Lebensmittelgeschäfte erreichen.

Ist Frau Bentele "unsere" Abgeordnete ?

Vielleicht habe ich das falsch verstanden ? Bisher war ich der Meinung, dass meine örtliche Abgeordnete dazu da ist, dass sie Probleme an die zuständigen Stellen heran trägt / sich darum kümmert ? Im Sinne Ihres Wahlkreises ...

Auch wenn Frau Bentele in Mitte wohnt und daher die hiesigen Strassen eher selten nutzt. Offenbar sieht das die CDU Tempelhof oder Frau Bentele selber anders. Ich weiß es nicht. Es redet niemand darüber. Es sind alle Leser aufgefordert sich an die CDU Lichtenrade zu wenden und kritische Fragen zu stellen.

Herr Luczak. Nutzen Sie bitte Ihre Webseite und stellen Sie die offizielle Position der CDU Lichtenrade zu diesem Punkt zur Diskussion!
Warum konkret sind Sie gegen eine Asphaltierung, und wie bitte sieht aus Ihrer Sicht eine konkrete Alternativlösung aus?
Wie sonst sollen die Bodenwellen, Schlaglöcher behoben werden?

»Alle große politische Aktion besteht in dem Aussprechen dessen, was ist, und beginnt damit. Alle politische Kleingeisterei besteht in dem Verschweigen und Bemänteln dessen, was ist.«

Ferdinand Lassalle, Deutscher Politiker und Schriftsteller

Dabei heißt es doch (Zitat) auf der Webseite des CDU Verbandes in Lichtenrade
"Politik ist die Gestaltung der Zukunft. Für diese oft mühsame und anstrengende Aufgabe brauchen wir Sie, Ihre Ideen und Ihr Engagement!"

Zukunft mit Nostalgie im Dorfcharme des 19. Jahrhunderts ?
Ideen und Engagement ? Gerne, aber dann auch handeln, liebe Politik.

Sind es vielleicht die direkten Anwohner der genannten Durchfahrtsstrassen, die sich als "Besitzstandswahrer" aufführen ?

Und lieber ertragen, dass die PKWs laut scheppernd dahinkriechen anstatt flott und leise vorbei zu fahren ? Wie verhindern solche Leute den bevorstehenden Lärm von Dresdner Bahn und BER?

Halker Zeile, Grimmstrasse und Goethestrasse endlich asphaltieren!

Ich denke hier vorallem an eine durchgängige Asphaltierung

█ der gesamten Halker Zeile (bisher nur ein Teilstück bis Höhe Goethestrasse, bis Kettinger Strasse dann eine Tortour, die man mal abgefahren sein muss - wer spricht dann noch von "Charme" Herr Luczak ?).

█ gesamte Grimmstrasse (hier das Teilstück Halker Zeile bis Geibelstrasse) als wichtige Querverbindung zum Lichtenrader Damm und

█ gesamte Goethestrasse, die als Querverbindung zur Kettinger Strasse / Lichtenrader Damm sehr wichtig und auch von Gewerbetreibenden wie dem AlexA Seniorenheim benötigt wird, müssen dringend komplett saniert / asphaltiert werden.

Nicht jeder sieht das so, warum?

Leider sprechen sich sowohl Herr Dr. Luczak als auch Frank Behrend vom Grundeigentümerverein Berlin-Lichtenrade e.V. – für mich unverständlich – gegen die Asphaltierung aus.
Sicherlich hat es seinen dörflichen Charme, aber wir sind ja heutzutage mit PKW oder Fahrrad und nicht mehr der Kutsche unterwegs, daher kann die Forderung nur lauten, die oben genannten Strassen nun zügigst zu asphaltieren. Insbesondere läuft diese Argumentation aus meiner Sicht ins Leere, wenn man sieht, dass diverse andere ehemalige Kopfsteinpflasterstrassen wie Teile der Halker Zeile ja auch irgendwann einmal asphaltiert wurden.

█ Warum also nicht ?

Herr Luczak, Herr Behrend - warum sind Sie gegen die Asphaltierung ?

Was steckt wirklich dahinter ?

Sind es vielleicht einige Anwohner, die befürchten, dann könnte mehr Verkehr auf die oben genannten Strassen gelangen?

Die Herren wollen uns doch nicht ernsthaft weißmachen, es ginge Ihnen nur darum den dörflichen Charme aus 1900 erhalten zu wollen. Herr Behrend betreibt in der Mellener Strasse ja auch noch eine Wohnungsverwaltung. Könnte da noch etwas anderes hinterstecken, dass er so vehement gegen eine Asphaltierung ist ?

Der CDU Lichtenrade kann ich nur dringend raten, sich hier klar zu positionieren, denn in 1 Jahr möchte ja schließlich der Bundestagsabgeordnete Luczak wiedergewählt werden.
_________________________________

Nachtrag am 27.09: Auf der CDU Seite gibt es inzwischen eine Umfrage
http://www.cdu-lichtenrade.de/lokal_1_1_266_Strassensanierung-im-Lichtenrader-Dichterviertel.html
bitte beteiligen Sie sich !

Teilweise lebensgefährliche Schlaglöcher, seit Jahren bekannt!

Bei diversen anderen Strassen (siehe Fotos) wie der Geibelstrasse oder dem Simpsonweg gehen die in den 1980er Jahren verlegten Betonplatten an den Seiten in die Höhe und führen so zu gefährlichen "Sprungschanzen". Auch dies muss dringend behoben werden. Auch Teile der Kettinger Strasse, in Höhe Fontanestrasse befinden sich in einem gefährlichen Zustand voller Schlaglöcher und Betonlöchern, die einen Radfahrer auch leicht zum Sturz bringen.

Fachbereich Strasse reagiert nicht

Eigentlich soll man zur Schadensmeldung derartiger Gefahrenstellen eine E-Mail an den FB Strassenbau (fb-strassen@ba-ts.berlin.de) senden, damit diese sich darum kümmern.

Leider ist meine Erfahrung und die von Nachbarn, dass sich dort trotz 23 Mitarbeiten rein gar nichts tut. Eine aktuelle Stellenausschreibung auf Stellenausschreibung Oberbaurätin BezA THF-SBG legt nahe, dass die dortige Leiterin Frau Seidel womöglich ihren Posten räumt.

Auch diverse Beschwerden beim Bezirksstadtrat Krüger (der nach der BVV-Wahl aber nicht mehr antritt) und sogar der Bezirksbürgermeisterin Schöttler führten zu keinem Ergebnis. Nächster Schritt wären Eingaben bei der BVV und massive Proteste über die Medien, bis sich etwas tut.

Sehr bitter, dass man als Steuerzahler und Anwohner derart ignorant behandelt wird.

Ich bitte alle betroffenen Anwohner / Nutzer dieser Strassen sich an die unten genannten Kontaktstellen zu wenden und Ihrem Protest über den grottenschlechten Zustand der Strassen in Lichtenrade Ausdruck zu verleihen.

Weitere Strassen in Lichtenrade betroffen

Neben dem Dichterviertel gibt es in Lichtenrade ja noch unzählige weitere fürchterliche Strassenzustände. Man denke nur an Alt-Lichtenrade (entlang Dorfteich) oder dem gesamten "Bayerischen Viertel" (Regensburger Str., Nürnberger Strasse usw.).

Auch grauenhaft und unmittelbar vor der alten Schule (Ulrich-von-Hutten) des Herrn Dr. Luczak ist die Rehagener Strasse (ab Bahnhofstrasse).

Das zieht sich dann weiter Richtung Rehagener Platz, Teile der Golztrasse, Kirchbachstrasse, Mellener Strasse. Einfach furchtbar. Aber hat "Charme", absolut. Nur die Reparatur-Rechnung der Anwohner für ihre Stoßdämpfer würd ich gern mal sehen.

Des Weiteren fordere ich die Bezirksregierung Tempelhof-Schöneberg dazu auf, im Fachbereich Strasse endlich dafür zu sorgen, dass Hinweise auf Gefahrenstellen die per Mail eingereicht werden, auch bearbeitet und beantwortet werden.

Gefahrenstellen, die nicht bearbeitet werden - Lebensgefahr für uns alle !

Unter anderem ganz konkret sind dem FB Strasse bereits vor Monaten folgende Schäden gemeldet worden, die offenbar nicht bearbeitet werden

Steinstrasse, beide Spuren Schlaglöcher / Löcher im Asphalt
John-Locke-Strasse in der Kurve, ca. auf Höhe Hausnr. 18, besonders gefährl.
für Roller und Fahrradfahrer
Säntisstrasse auf Höhe Rätikonweg, diverse Bodenwellen
Nuthestrasse, ca. auf Höhe Dossestrasse, 3 gefährliche Bodenwellen hintereinander, extrem gefährlich für Motorradfahren !
Kettinger Strasse, auf Höhe Fontanestrasse, diverse gefährliche Löcher im Asphalt und dies wo diese Stelle vorrangig von Fahrradfahrern benutzt wird.

So nicht !
Liebe Nachbarn, liebe Lichtenrader,
lasst Euch das von der Politik nicht gefallen !

Schreiben Sie, mailen Sie, rufen Sie an.

Allerdings ist meine Erfahrung mit Mails an "fb-strassen@ba-ts.berlin.de" so, dass diese nicht beantwortet werden, nehmen Sie also alle u.g. auf den Verteiler.
______________________________________________________

Nachtrag am 23.09:
Heute gab der scheidende Bezirksstadtrat Krüger eine Presseerklärung ab

Straßen im Dichterviertel Lichtenrade
Pressemitteilung des Bezirksamts, Bezirksstadtrat Krüger

Diverse Fragen wie die Nichtbeantwortung von E-Mails durch
seinen Fachbereich
usw. sind damit aber nicht geklärt !

Je länger ich über diese "Erklärung" nachdenke, desto mehr kocht die
Wut in mir hoch.

Herr Krüger ist seit Jahren im Amt, angeblich weiß er um die Probleme.
Hat es aber in all den Jahren nicht geschafft, Gelder zu besorgen / bereit zu stellen und die angeblichen vielen notwendigen Beteiligten an einen Tisch zu bringen.

Wäre sein Job als Verantwortlicher gewesen.
Was bleibt ist Politiker "Blabla" und Ausflüchte.
Kein Wort zum Desaster bei der Verkehrsinsel-Planung.
Das ist genau der Grund, warum Bürger die Nase voll von Politik haben.
Motto: Quatschen, statt Machen.

am 27.09 gab Herr Dr Luczak folgenden Kommentar zu diesem Artikel
ab, den ich nochmals hervorheben möchte, damit er nicht in den übrigen
Kommentaren untergeht.

Jan-Marco Luczak schreibt

Die Straßen im Dichterviertel müssen dringend saniert werden – kein Zweifel! Die Meinungen, ob eine Sanierung auch mit einer kompletten Asphaltierung der Straßen einhergehen sollte, sind jedoch sehr unterschiedlich. Einige Bürger befürworten dies, andere Anwohner sprechen sich dagegen für den Erhalt des stadtbildprägenden Kopfsteinpflasters aus. Sie fürchten, mit einer Asphaltierung würde der Verkehr erheblich beschleunigt und Ausweichverkehr angelockt. Als direkt gewählter Bundestagsabgeordneter möchte ich gern ein möglichst umfassendes Meinungsbild der betroffenen Anwohner einholen. Deshalb habe ich die Anwohner angeschrieben und seit Montag eine Befragung gestartet. Mir ist wichtig, dass solche Fragen nicht über die Köpfe der Bürger hinweg entschieden werden. Daher hoffe ich auf eine rege Beteiligung.

______________________________________________________

Kontakt

Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Abt. Bauwesen, Leitung Fachbereich Strasse, Frau Seidel, Tel. (030) 90277 – 6613 oder E-Mail: fb-strassen@ba-ts.berlin.de

Anmerkung: Eine Stellenanzeige unter Stepstone
legt nahe, dass die Leitungsposition offenbar vakant ist. Ob Frau Seidel
überhaupt noch für das Bezirksamt tätig ist, wird einem ebenfalls nicht
beantwortet. So geht man mit Anfragen der Bürger um. Ein Skandal !

Hildegard Bentele, CDU-Abgeordenete für Lichtenrade, E-Mail: buero@hildegard-bentele.de

Dr. Jan-Marco Luczak, MdB und Lichtenrader Anwohner, E-Mail: jan-marco.luczak@bundestag.de

Florian Graf, CDU-Fraktionsvorsitzer, sein Wahlkreis umfasst die Halker Zeile
E-Mail: graf@cdu-fraktion.berlin.de

Angelika Schöttler (SPD), Bezirksbürgermeisterin
E-Mail: bzbm@ba-ts.berlin.de, Tel. (030) 90277-2301

Büro der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg,
Tel.: (030) 90277-4444 oder -2204, E-Mail: bvv-buero@ba-ts.berlin.de

CDU Fraktion Berlin – Arbeitskreis III: Bauen, Wohnen, Verkehr, Stadtentwicklung und Umwelt
CDU Fraktion Berlin, Weblink

Autor:

Werner Wollank aus Lichtenrade

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