Es summt wieder
Projekt Wildblumenwiese ist in Kitas und bei der Naturwacht erfolgreich

Pauline, Lara und Leyla aus der Kita Domagkstraße beteiligten sich am Projekt Wildblumenwiese.
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  • Pauline, Lara und Leyla aus der Kita Domagkstraße beteiligten sich am Projekt Wildblumenwiese.
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Anfang April war die Fläche neben der Naturschutzstation noch ein karger Acker. Gut zehn Wochen später ist eine stattliche Blumenwiese gewachsen. Jetzt summt und brummt es wieder am Diedersdorfer Weg. Hummeln, Bienen und Schmetterlinge haben einen neuen Lebensraum gefunden.

Das „Projekt Wildblumenwiese“ der Naturwacht Berlin und der Kindertagesstätten Berlin Süd-West hat sein Ziel erreicht. In 37 Kitas mit insgesamt 4800 Kindern wurden im März Tütchen mit Wildblumensamen verteilt. Diese sind anschließend auf heimischen Balkonen und in Gärten sowie in den Kitas selbst ausgesät worden, um Insekten anzulocken. „Dass Bienen und Schmetterlinge immer weniger werden, merken auch die Kinder“, berichtet Anke Dolla. Die Leiterin der Kita Domagkstraße in Marienfelde, die sich beteiligt hat, zieht ein positives Fazit. So hätten die Kinder begeistert beim Anlegen der Wiese im Garten mitgeholfen und auch die Eltern die Kita sehr unterstützt. Sichtlich Spaß hatte auch die vierjährige Pauline, die beim Sprung in die Kita-Wiese gleich eine Hummel beim Nektarsammeln beobachten konnte.

Noch beeindruckender sind die Ergebnisse bei der Naturwacht. Dort bahnte Natur-Ranger Björn Lindner einer Gruppe der Kita Albulaweg aus Mariendorf bei der Präsentation einen Weg in die neue Wildblumenwiese, welche die Kinder inzwischen schon deutlich überragt. Teilweise waren nur noch die roten Schirmmützen der Kleinen zu sehen. Die kräftigen Regenschauer in den vergangenen Wochen haben Mohnpflanzen, Malven, Wildkräuter, Brennnesseln, Schafgaben, Spitzwegerich und Kornblumen beachtlich in die Höhe sprießen lassen. Ein Junge rief begeistert nach einem Zitronenfalter, den er zwischen den Blüten umherflattern sah. „Ihr habt das alle toll gemacht“, sagte Lindner zu den Kindern. Einige von ihnen waren dabei, als die Blumensamen im April eingegraben wurden, und konnten nun den Erfolg ihrer Arbeit begutachten.

Natur- und Artenschutz sei ein Thema, das Kindern gar nicht früh genug beigebracht werden könne, meint Martina Castello. Die pädagogische Geschäftsleiterin des Kitaeigenbetriebs von Berlin hat das Projekt mitinitiiert. Der gleichen Ansicht ist auch Oliver Schworck (SPD), der die Aktion im Rahmen der Umweltbildung auf der Naturwacht ab sofort gern jedes Jahr durchführen würde. Mit dem Projekt könnte Kindern schnell gezeigt werden, was sie selbst mit einfachen Mitteln zum Schutz gefährdeter Insektenarten unternehmen können, so der Umweltstadtrat.

Autor:

Philipp Hartmann aus Köpenick

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